NF: Ein Tisch wird bereitet im Angesicht unserer Feinde

Ein Tisch wird bereitet im Angesicht unserer Feinde

Der Tisch
Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über. Psalm 23,5

10.000
Und er sprach zu ihnen: Folgt mir nach, denn der HERR hat die Moabiter, eure Feinde, in eure Hand gegeben! Und sie folgten ihm und besetzten die Furten des Jordan gegen Moab hin und ließen niemand hinüber; und sie schlugen die Moabiter zu jener Zeit, etwa 10000 Mann, alles starke und tapfere Männer, so dass nicht einer entkam. Richter 3,28-19

Der gute Hirte
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in die Schafhürde hineingeht, sondern anderswo hineinsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirte der Schafe. Diesem öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe beim Namen und führt sie heraus. Und wenn er seine Schafe herausgelassen hat, geht er vor ihnen her; und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen vor ihm; denn sie kennen die Stimme der Fremden nicht. Johannes 10,1-5

Das Szenario in Ps 23,5 kann man sich so vorstellen: Wir sind einsam und allein auf einer großen weiten Ebene. Die so weit ist, daß nur der Horizont das Ende markiert. Plötzlich merken wir, daß es kein normales Feld oder keine normale Ebene ist - wir befinden uns auf einem riesengroßen Schlachtfeld. Wir sind allein -völlig unbewaffnet. 10.000 ausgebildete Soldaten zu Fuß und Roß stürmen von der Ferne aus allen Richtungen auf uns zu, so daß die Staubwolken schon kilometerweit zu sehen sind. Der Himmel verdunkelt sich bereits durch den tausendfach aufgewirbelten Staub unserer Feinde. Sie kommen näher und näher und man kann das Kriegsgeschrei bereits hören.

DOCH dann erinnern wir uns: "Halt - wir sind nicht ohne Waffen" Und sogleich ergreifen wir den Schild des Glaubens. (Eph 6,16) Plötzlich merken wir, wie der Gute Hirte: Jesus zu uns kommt und uns mitten auf dem Schlachtfeld einen Tisch deckt. Er nimmt uns nicht weg, sondern in aller Ruhe deckt er den Tisch mit jedem seiner Worte, die unsere Speise ist und welche er durch seinen Heiligen Geist in unser Herz zu essen gibt. Das Kriegsgeschrei verstummt und Sein Friede kommt über uns.
Die Feinde stürmen nun weiter aber wie es scheint, können sie nicht näher heran kommen, obwohl sie rennen und rennen.
Doch was sind schon 10.000 ? Nichts sind 10.000 Feinde. Zu gering ist die Zahl, als daß der gute Hirte nicht in aller Ruhe einen Tisch mit seiner ewigen Speise für uns bereiten könnte. Zum Trotz der Feinde und zur Demonstration SEINER unbeschreiblichen Größe und Stärke setzt ER uns inmitten des Schlachtfeldes, gibt uns Frieden und Freude an IHM (damit ER durch uns verherrlicht werde) und spricht:

"Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebende; und ich war tot, und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen! Und ich habe die Schlüssel des Totenreiches und des Todes." ( Offb 1,17-18)

Der gute Hirte ist Jesus selbst. Dieser Hirte befiehlt über Leben und Tod. 10.000 sind nicht einmal Staub für IHN. 10.000 sind nicht einmal ein Gedanke für IHN wert. So er doch das unerforschliche Weltall durch EIN Wort gegründet hat. Was wiegen da schon 10.000 ? Der Allmächtige ist mit uns - verstehen wir es ? Gott ist mit uns! Die größte (un)vorstellbare Gewalt und Macht: Vater, Sohn und Heiliger Geist (seine tausende Engel nicht einmal mitgezählt) dürfen wir als Hirten haben. Der Sohn des Vaters ist uns nicht mehr fern. WENN wir treue Schafe sind, dann sind wir immer beim guten Hirten und tun was er will. Verlassen wir seinen Schutz eigenwillig, so läßt ER uns gehen und der Teufel kann uns schaden. Doch weil die Feinde viele sind, und wir eben nur Schafe: Gerade deshalb müssen wir uns zu Jesus, unserem Beschützer, eilig flüchten.
Flüchten vor allem in Form des Gesprächs mit IHM (Gebet) und seines Wortes: Der Bibel und dem Heiligen Geist zu uns.
Nirgendwo sonst kann es Schutz für uns geben, als nur zu seinen Füssen und an seiner liebenden Brust. Und nirgendwo anders will Jesus uns auch haben, als nur bei sich ganz nah.
Dies verlangt, da Gott heilig ist, auch von uns die Heiligung und ein völlige Absonderung von der sündigen Welt, von sündigen Menschen und falschen Brüdern, von sündigen Lehren uvm. Es gibt für einen Christen nur zwei Wege:

1) Den Weg der Heiligung, OHNE den niemand Gott sehen wird (Hebr 12,14)
2) Den Weg des Abfalls, der zur ewigen Verdammnis führen wird (1. Tim 4,1ff)

Es gibt auf diesem Schlachtfeld KEIN neutraler Boden. Es gibt entweder nur die Heiligung oder den Abfall, alles andere sind Illusionen und Lehren der Dämonen. Es liegt an uns, welchen Weg wir gehen wollen.

Noch ein Schäfle-Lied
von Luise von Hayn 1724-1782

1) Weil ich Jesu Schäflein bin, freu ich mich nur immerhin,
über meinen guten Hirten, der mich wohl weiß zu bewirten,
der mich liebet, der mich kennt, und bei meinem Namen nennt.

2) Unter Seinem sanften Stab geh ich ein und aus und hab
unaussprechlich süße Weide, dass ich keinen Mangel leide;
und so oft ich durstig bin, führt Er mich zum Brunnquell hin.

3) Sollt' ich denn nicht fröhlich sein, ich, beglücktes Schäfelein ?
Denn nach diesen schönen Tagen werd ich endlich heimgetragen
in des Hirten Arm und Schoß: Amen, ja, mein Glück ist groß!

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