NF: Gleichnis vom Sämann - was übrig bleibt

Gleichnis vom Sämann - was übrig bleibt

"Der Sämannn ging aus, um seinen Samen zu säen.

Und als er säte, fiel etliches an den Weg und wurde zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen es auf.

Und anderes fiel auf den Felsen; und als es aufwuchs, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte.

Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen, die mit ihm aufwuchsen, erstickten es.

Und anderes fiel auf das gute Erdreich und wuchs auf und brachte hundertfältige Frucht.

...

Der Same ist das Wort Gottes. Die am Weg sind die, welche es hören; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, damit sie nicht zum Glauben gelangen und gerettet werden.

Die aber auf dem Felsen sind die, welche das Wort, wenn sie es hören, mit Freuden aufnehmen; aber sie haben keine Wurzel; sie glauben nur eine Zeit lang, und zur Zeit der Anfechtung fallen sie ab.

Was aber unter die Dornen fiel, das sind die, welche es gehört haben; aber sie gehen hin und werden von Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens erstickt und bringen die Frucht nicht zur Reife.

Das in dem guten Erdreich aber sind die, welche das Wort, das sie gehört haben, in einem feinen und guten Herzen behalten und Frucht bringen in standhaftem Ausharren." Lukas 8,5ff

Es gibt die irrige Ansicht, daß viele in den Himmel kämen. Kaum sehen sie jemand der "Jesus" ruft - vergessen sie das Gleichnis vom Sämann. In unseren Breitengraden ist es ohnehin kaum möglich gerettet zu werden, da es hier viel Reichtum gibt, was fast kategorisch vom Hineinkommen in das Himmelreich ausschließt. Eine große örtliche Menge von Menschen die vorgeben Christen zu sein, ist schon aufgrund dessen fragwürdig. Wir reden hier erst einmal vom Zugang zum Reich Gottes. Nicht einmal von der finale Errettung der Seele durch ausharren im Glauben. Der Gedanke, daß alle Herr-Herr-Sager nun normale Christen wären, hat mit der Lehre die Bibel nicht viel gemeinsam und entspringt wohl eher einer humanistischen Philosophie.

In das Reich Gottes kommt man nur durch Glauben hinein. Im Gleichnis zeigt unser Meister uns 4 Gruppen die ein Abbild der Realität darstellen. Von diesen 4 Gruppen wird allein eine einzige wirklich gerettet werden ! Alle anderen - als 3/4 - sind verloren.

Gruppe 1 hört das Wort, durch den Betrug des Teufels kommt es bei diesen schon erst gar nicht zu einem bleibendem Glauben. Das sind die "normalen" Gottlosen die das Wort hören, sich aber nicht bekehren wollen.

Gruppe 2 glaubt ! Zwar nur kurz, aber sie glauben dem Wort Gottes, wurden dadurch gerettet und hatten sogar Freude. Ganz klar wird hier auch vom Abfall jener gesprochen. Das ist die Masse der Schönwetterchristen. Wenn Auto, Familie, Geld und Gemeinde vorhanden sind, ist alles toll. Kaum kommt aber ein leichtes Lüftchen der Anfechtung - fallen sie um.

Gruppe 3 beschreibt ebenfalls echte Gläubige. Doch weltliche Dinge wie: Sorgen, Reichtum (da ist er wieder) und weltliche Vergnügungen töten den Glauben ab. Die Frucht - also der Glaube nimmt unter diesen Einflüßen ab bzw. nicht zu. Vielleicht nicht sofort, sondern langsam aber sicher wachsen die Dornen mit auf und ersticken die Frucht. Die Dornen werden wohl nicht mal unbedingt bemerkt, da diese tückisch ebenso langsam mitwachsen. Deshalb: Gehorsam und Glaube und irdische Dinge frühzeitig entsorgen.

Was übrig bleibt

Nur eine einzige Gruppe der 4 bleibt ausharrend im Glauben. Nur 1/4 aller! Was ist hier anders ? Sie haben:

- Ein feines und gutes Herz
- darin behalten sie Gottes Wort dauerhaft
- Durch ihr Ausharren bringen sie letztlich vielfach Frucht

Man muß die letzte Gruppe vielleicht von echten Pflanzen her betrachten. WENN ein Pflanze mal wirklich ungehindert wachsen kann, also ohne Dornen, Unkraut und sonstigen schlechten Einflüssen, dann bringt sie automatisch Frucht. Allein muß die Pflanze ihre Wurzeln tief schlagen und schon kommt es durch die Nährstoffe im Boden zum Wachstum der Frucht. Die Pflanze kann gar nicht anders als Frucht zu bringen, weil genau das ihre Bestimmung ist. In ihrem Samen sind schon die Informationen unwiderruflich gespeichert, daß sie diese oder jene Frucht bringt. Vielleicht nicht gleich und sofort und in größter Qualität. Aber die Frucht ist da.

Deshalb ist auch der Umkehrschluß richtig, daß fehlende Früchte anzeigen, daß jene Abgefallene oder Gottlose sind ! Weil ein echter Gläubiger wird IMMMER Frucht bringen. Das zu kaschieren wird dann mit allerlei selbstgemachten "Früchten" versucht nachzuahmen. Die faule Frucht wird aber auf Sicht nicht verborgen bleiben können. Lasst euch also keine faulen Äpfel für gute Birnen vormachen.

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