Die Bibel beleuchtet die Hintergründe des Terrorismus

DIE BIBEL BELEUCHTET DIE HINTERGRÜNDE DES TERRORISMUS

von Alexander Seibel
 

1. Der Feigenbaum in seiner heilsgeschichtlichen und prophetischen Bedeutung

Es ist dies ein Thema von besonderer Aktualität, und ich möchte es einleiten anhand einer Begebenheit, die auf den ersten Blick eher merkwürdig erscheint. Sie steht in Matth. 21. Dort wird uns berichtet, wie der Herr Jesus in Jerusalem einzog, und das Volk ihn mit dem messianischen Gruß  „Hosianna dem Sohn Davids“, empfing.

Danach lesen wir. „Als er aber des Morgens wieder in die Stadt ging, hungerte ihn; und er sah einen Feigenbaurn am Wege und ging hinzu und fand nichts daran denn allein Blätter. Und er sprach zu ihm: Nun wachse auf dir hinfort nimmermehr Frucht! Und der Feigenbaum verdorrte alsbald. Und da das die Jünger sahen, verwundenen sie sich und sprachen: Wie ist der Feigenbaum so bald verdorrt?“ - Im Parallelbericht des Markusevangeliums lesen wir, daß die Zeit der Feigen noch nicht gekommen war. Dann verfluchte der Herr den Baum. Was soll das bedeuten?

Im selben Kapitel (Matth. 21) wird auch noch im Gleichnis von den bösen Weingärtnern der Weinstock erwähnt. In Vers 43 lesen wir: „Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volke gegeben werden, das seine Früchte bringt.“ Die Verfluchung des Feigenbaums könnte man als ein Schauwunder bezeichnen, zeigt es doch die Vollmacht Jesu im Gericht.

Was bedeutet nun diese Geschichte? Sowohl Feigenbaum als auch Weinstock enthalten eine tiefe Symbolik. In 1. Könige 5, 4-5 heißt es von Salomo, der ein Schattenbild ist für den Messias als Friedensherrscher: „Denn er herrschte im ganzen Lande diesseits des Euphrat, ... über alle Könige diesseits des Euphrat (unser Herr Jesus wird genannt König der Könige), und hatte Frieden mit all seinen Nachbarn ringsum, so daß Juda und Israel sicher wohnten, jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaurn.“

Der Weinstock und der Feigenbaum sind die beiden klassischen Symbole des Friedensreiches des Messias. Ähnlich heißt es bei Micha 4, 3-4 über unseren Herrn Jesus: „Er wird unter großen Völkern richten und viele Heiden zurechtweisen in fernen Landen. Sie werden ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken. Denn der Mund des Herrn Zebaoth hat's geredet.“ Man sieht hier ganz deutlich, wie Weinstock und Feigenbaurn in Verbindung stehen mit Frieden, Sicherheit und Furchtlosigkeit.

Aus dieser Perspektive nun erhält die Verfluchung des Feigenbaums eine prophetische Bedeutung. Wir haben erwähnt, wie der Herr Jesus in Jerusalem eingezogen und mit dem messianischen Gruß empfangen worden ist. Man könnte auf den ersten Blick meinen, Israel erkenne seinen König und nähme seinen Messias an. Ist doch die Bezeichnung „Sohn Davids“ der messianische Titel. Man konnte also zur Überzeugung gelangen, daß das Tausendjährige Friedensreich beginnen würde und Weinstock und Feigenbaum anfangen zu blühen.

Aber der Herr Jesus verfluchte den Feigenbaum und erklärte in Verbindung mit dem Weinstock, daß das Reich Gottes weggenommen und einem Volk gegeben wird, das seine Früchte bringt.
Gott sieht hinter die fromme Kulisse. Es heißt in der Bibel: „Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an“ (1. Sam. 16,7). Nach außen hin gab es ausgeprägte Religiosität und viel Lobgesang. Dieser Feigenbaum täuschte jedoch mit seinen grünen Blättern Fruchtbarkeit vor und erinnert somit an die Scheinfrömmigkeit der Pharisäer, die „auswendig hübsch erscheinen, aber inwendig sind sie voller Totengebeine und Unrat“. Das gleiche Volk, das begeistert Hosianna dem Sohn Davids“ rief, schrie wenige Tage später „Ans Kreuz mit ihm! Hinweg mit diesem, gib uns den Barabbas!“

Unser Herr Jesus hat die unmittelbare Zukunft Israels hier schon in symbolischer Handlung vorweggenommen. In Matth. 23, 37-39 sagt Er klagend: Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigste die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus soll euch wüste gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!“

Mit dem Haus war der Tempel gemeint, Israels größtes Heiligtum. Mit anderen Worten. Die Generation, die Jesus kreuzigte, wird auch noch die Zerstörung der Stadt Jerusalem erleben. Genauso hat es die Geschichte auch bestätigt. Im Jahre 66 nach Christus begann der Aufstand der Juden gegen die Römer. Zu Beginn schien diese Erhebung erfolgreich, doch dann legte sich unter dem römischen Feldherrn Titus eine undurchdringliche Mauer um die Stadt. Trotzdem kämpften die Juden mit einem beispiellosen Fanatismus. Für sie bedeutete der Tempel alles, zu dessen Verteidigung und Schutz sie ihr Leben bereitwillig opferten. Sie meinten, Gott werde unmöglich die Zerstörung seines Heiligtums zulassen. In diesem Tempel wurden ja immer noch die Opfer gebracht, aber sie erkannten nicht, daß das wahre Opferlamm, nämlich Jesus Christus, schon gekommen war.

In der Stadt selber spielten sich furchtbare Szenen ab. Flavius Josephus, der jüdische Augenzeuge der Zerstörung Jerusalems schreibt in seinem Buch „Der jüdische Krieg“: „Denn unserer Stadt war es beschieden, daß sie, die einst wohlhabendste aller Städte im römischen Machtbereich, ins äußerste Unheil geriet: Ja, mir will scheinen, es habe sich nie ein schlimmeres Unheil zugetragen als das, welches über die Juden hereinbrach.“ Auf dem Höhepunkt der Belagerung kam es zu einer furchtbaren Hungersnot. Der Verwesungsgeruch der Leichen, für deren Beerdigung es keinen Platz mehr gab, erfüllte die Stadt.

Hier gibt uns die Geschichte eine eindrückliche Lektion. Der Herr Jesus Christus, der Fürst des Lebens, war wenige Jahrzehnte vorher in dieser Stadt gewesen. Doch man wollte ihn nicht haben und man tötete ihn, die Quelle allen Lebens. Wer Jesus Christus ablehnt, entscheidet sich für den Tod. Eine Generation später muß Flavius Josephus schreiben: „Eine tiefe Stille legte sich über die Stadt, und die Nacht des Todes verhallte alles.“
In dem Maße, in dem die Welt Jesus Christus ablehnt, erntet sie den Tod. In Vorschattung des weltweiten Gottesgerichtes spielt sich manch ebenso alarmierendes wie tragisches Ereignis ab. Das Land Kambodscha z. B. wurde von der Nacht des Todes umhüllt. Und weltweit wird sich die Gewalt der Zerstörung über die abgefallene Menschheit legen. Der Herr Jesus sagt: „Es kommt die Nacht, da niemand wirken kann“ (Joh. 9,4).
Titus selber wollte den Tempel, der für seine Schönheit und Herrlichkeit weit über die Grenzen Judäas bekannt war, schonen. Doch ein Soldat warf eine Fackel durch ein Fenster in der Tempelmauer. Die Flammen breiteten sich mit großer Geschwindigkeit aus. Man versuchte, die Flammen zu löschen, doch das Feuer war nicht mehr einzudämmen. Durch die Hitze schmolz das Gold und floß zwischen den Steinen hindurch. Auf der Suche nach diesem Gold ließen die Soldaten buchstäblich keinen Stein auf dem anderen, wie der Herr Jesus vorausgesagt hatte.

Im Jahre 132 n. Chr. wagten die Juden noch einmal einen Aufstand unter Simon Bar Kochba, den sie für ihren Messias hielten. Zu Beginn hatten sie unerhörte militärische Erfolge, doch dann wurde der Aufstand durch die Truppen Hadrians systematisch niedergerungen und Jerusalem 135 nach Chr. zerstört. Die Stadt wurde zum Teil geschleift, Salz über die Stätte gestreut und den Juden bei Todesstrafe verboten, sich dort anzusiedeln. Dann wurde die Stadt umgenannt in „Aelia Capitolina“. Auf dem Tempelberg errichtete man einen Tempel des Jupiter.
Der Feigenbaurn war bis auf die Wurzel verdorrt. Doch erkannten nur die Jünger, daß hier der Feigenbaum in dieser geistlichen Bedeutung verwelkt und zugrunde gegangen war. Es hatte sich die Voraussage des Herrn wörtlich erfüllt: „Und sie werden fallen durch des Schwertes Schärfe und gefangen geführt unter alle Völker, und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden.“ Anstatt Friede, Erfüllung, Freude und Sicherheit, die Symbole des blühenden Weinstocks und Feigenbaums, kamen Verfolgung, Trübsal, Krieg und Schrecken über die Juden, wie es die Propheten vorausgesagt hatten.

Warum habe ich die Sache mit der Verfluchung des Feigenbaums so ausführlich dargelegt? Die Endzeit im umfassenden Sinne beginnt eigentlich mit dem ersten Kommen Jesu (z.B. Hebr. 1,1-2). Aber die Begebenheit mit dem Feigenbaum hat eine tiefe Symbolik. Wird er doch drei Kapitel später, nämlich Kap. 24 in der Wiederkunftsrede des Herrn Jesus nochmals erwähnt. Dort heißt es im 32. Vers:

„An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis: Wenn sein Zweig jetzt reift und die Blätter kommen, so wißt ihr, daß der Sommer nahe ist.“

Israel ging militärisch, politisch und völkisch zugrunde. Es wurde mit aller Brutalität zertreten. Die Juden wurden zerstreut unter alle Völker und hatten, menschlich gesprochen, keine Hoffnung mehr. Doch sagt uns dies Gleichnis, daß Israel als Staat wieder auferstehen wird, wenn das Ende nahe ist. Dies geschieht vor unseren Augen. Der Herr Jesus sagt nicht: „Wenn ihr sehen werdet, daß der Feigenbaum Frucht bringt...“ Israel lehnt als Volk den Messias Jesus Christus immer noch deutlich ab. Aber vor unseren Augen ist Israel militärisch, politisch, wirtschaftlich und völkisch wieder erstanden. Der Feigenbaum, der unter dem Fluch war, beginnt wieder zu grünen.

Wir haben diese Aussage des Herrn Jesus bereits gebracht: „Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis der Heiden Zeit erfüllt ist.“ Gott hat also ein „bis“ gesetzt in seinem Handeln mit Jerusalem und den Völkern. „Ich sage euch, ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!“ (Matth. 23, 39). An anderer Stelle heißt es: „Blindheit ist Israel zum Teil widerfahren solange, bis die Fülle der Heiden eingegangen ist“ (Römer 11, 25b). Wir leben in der Zeit, die der Schlußphase dieser Prophezeiungen vorausgeht. Besonders die Aussage des Herrn Jesu. "Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis der Heiden Zeit erfüllt ist“, hat durch die Eroberung Jerusalems am 7. Juni 1967 durch die Juden im (nun schon legendären) Sechs-Tage-Krieg unerhörte Aktualität gewonnen. Von daher sollten wir erkennen, daß und warum es mit den Völkern weltweit gesehen immer mehr bergab geht.
 

2. Zeichen der Zeit

Der Herr Jesus spricht in seiner Wiederkunftsrede von Wehen, (Matth. 24, 8) die der Geburtsstunde der neuen Welt vorausgehen. Auch Paulus bringt im 1. Thessalonicherbrief (5,3) in diesem Zusammenhang das Gleichnis einer schwangeren Frau. Wir alle wissen, daß die Wehen um so häufiger, regelmäßiger und heftiger kommen, je näher die Geburtsstunde rückt.
Zunächst ist folgendes bemerkenswert: In allen drei Evangelien (Matth. 24, Mark. 13, Luk. 21), immer, wenn der Herr Jesus über seine Wiederkunft redet, leitet er das Thema seines Kommens mit der Feststellung ein: „Sehet zu, daß euch nicht jemand verführe.“

Verführung ist die Generalüberschrift dieser letzten Tage, und wir leben tatsächlich im Zeitalter der Verführung, im weltlichen wie im religiösen Bereich. Weiter sagt der Herr Jesus: Denn es wird sich empören ein Volk wider das andere und werden sein teure Zeit und Erdbeben hin und her. Das alles aber ist der Anfang der Wehen. (Matth. 24,7-8).

Wie sehr erfüllt sich dies alles vor unseren Augen: Kriege, Kriegsgeschrei, Revolutionen und Erdbeben haben in unglaublichem Maße zugenommen. Amerika griff in den 2. Weltkrieg ein zur „Beendigung aller Kriege“, wie es hieß. Doch von 1945-1978 hat es 133 militärische Konflikte mit rund 25 Millionen Toten gegeben. Inzwischen sind weitere Auseinandersetzungen hinzugekommen, und auch ihre Zahl nimmt wie die Wehen zu. Besonders aufschlußreich ist in diesem Zusammenhang das Anwachsen der Zahl der Erdbeben.

Die folgenden Zahlen entstammen dem Buch „The Cosmic Corispiracy“ von Stan Deyo: Von 1897 bis 1946 gab es 3 Erdbeben über Stärke 6 der Richterskala. 1946 bis 1956 waren es 7 Erdbeben. 1956 bis 1966 dann 17 Erdbeben dieser Stärke. Im Jahre 1967 allein war die Zahl der Erdbeben ebenfalls 17, 1968 = 19, 1969 = 21,1970 = 24 und 1971 = 34 Erdbeben über Stärke 6 der Richterskala. Von 1967 bis 1976 gab es nach anderer Statistik insgesamt 180 Erdbeben über Stärke 7. Im Jahre 1999 sprach man wiederholt von „Jahrhunderterdbeben“, weil sie derartig heftig waren. Man kann daraus ersehen, wie sehr sich die einzelnen Ereignisse in ihrer Intensität beschleunigen.

Von diesem Standpunkt aus ist es sehr interessant, zur Kenntnis zu nehmen, wieviele Ereignisse sich um das Jahr 1967 gruppieren, das Jahr, in dem Jerusalem zurückerobert wurde. „Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis der Heiden Zeit erfüllt ist.“

Der 2. Juni 1967 gilt als das offizielle Datum der Geburtsstunde des deutschen Terrorismus. Damals wurde der Student Benno Ohnesorg bei einer Demonstration gegen den Schah von Persien von einem Polizisten erschossen.
1968 wurden die Roten Brigaden in Italien gegründet, die durch die Entführung von Aldo Moro den italienischen Staat fast in die Knie zwangen. 1968 begann der Bürgerkrieg in Nordirland. 1966 tagte in Havanna auf Anregung Moskaus die „Trikontinentale Konferenz“ zur lnternationalisierung des Terrorismus („Dekade des Terrors“, Stellungnahme in der NZZ zu einem Buch von Claire Sterling, 9./10.   Mai 1981).

1966 wurde in Kalifornien die erste Satanskirche gegründet. Ihr Hohepriester, Anton La Vey sagte: „Das Zeitalter der Teufelsanbetung begann im Jahre 1966, als man Gott für tot erklärte, der Verein für sexuelle Freizügigkeit entstand und die Hippies eine freie Subkultur entwickelten.“ Seine First Church of Satan' (erste Satanskirche) gehört zu den am schnellsten wachsenden Kirchen in Kalifornien. Bereits 1969, drei Jahre nach der Gründung, zählte sie 6000 Mitglieder“ (Dr. Samuel Pfeifer, „Gesundheit um jeden Preis“).

1967 wurde meines Wissens das erste Mal durch das kanadische Fernsehen amerikaweit eine spiritistische Sitzung übertragen. Arthur Ford diente als Medium und galt als der größte Spiritist der Vereinigten Staaten. Bei dieser vom Fernsehen ausgestrahlten Sitzung unterhielt sich Bischof Pike mittels des Mediums Arthur Ford angeblich mit seinem verstorbenen Sohn, der durch einen Mann des Weltkirchenrats in die Drogenabhängigkeit geraten war und Selbstmord begangen hatte. Bischof Pike selbst nahm ein furchtbares Ende in der Wüste Juda.

Gleichzeitig sieht man um diese Zeit einen unheimlichen Einbruch das Okkultismus. Hier wiederum ein Zitat aus dem Buch „Gesundheit um jeden Preis“: „‘Gegenwärtig gelangt der Aberglaube zu neuer beinahe mittelalterlich anmutender Hochblüte’, schreibt ein deutsches Nachrichtenmagazin. ,Mit einer Vehemenz, vor einem Jahrzehnt kaum vorstellbar, haben sich die Menschen - auch Intellektuelle - in den westlichen Industriestaaten von der einst hochgespannten Wissnschaftserwartung abgewandt: Enttäuschte des Wissenschaftszeitalters, die Hermann Hesses Mystizismus wiederentdeckten oder auch den Zen-Buddhismus oder Transzendentale Meditation' ... In Amerika werden okkulte Spiele als ideales Geschenk für Kinder angeboten, so z. B. das Ouija-Brett oder die Spiele ‘Clairvoyant’ (Hellseher), ‘Horoskope’, ‘Kabbala’ oder ‘Voodoo’, Tischrücken, Hypnose oder die Kontaktaufnahme mit Toten durch ein Medium sind zu beliebten Partyspielen geworden.“

Roman Polanski drehte 1968 den Film "Rosmaries Baby". 1966 wurde die Gesellschaft für internationales Hare-Krishna-Bewußtsein gegründet, die inzwischen Millionen Anhänger hat.

Die erfolgreichste Fortsetzungsstory aller Zeiten „Raumschiff Enterprise“ beginnt als TV-Serie am 8. Sept. 1966. Es trägt wie kaum ein anderes Ereignis zur Umpolung der (amerikanischen) Gehirne bei, die Begegnung mit Außerirdischen (Geistern) als positiv und wünschenswert zu sehen. Erst Jahre nach dem Tod des Autors Gene Roddenberry wurde bekannt, daß er  seine „Inspirationen“ für den Stoff dieser Serie u.a. von einem spiritistischen Medium in England empfing. Dies ist nur eines von vielen Beispielen, wo man in unseren Tagen an 1. Tim. 4,1 (Lehren der Dämonen) erinnert wird.

Am 29. April 1967 wird in New York das Rock- und Pop-Musical "Hair" des amerikanisch-kanadischen Komponisten Galt McDermont uraufgeführt (gemäß WNZ vom 29. 4. 92), das durch seine astrologische Beschwörung des Wassermannzeitalters wegweisend für die New Age-Bewegung wird. 1968 legt der Anthropologe Carlos Castanedas seine Doktorarbeit über die Bewußtseinserweiterungskenntnisse der indianischen Ureinwohner Mexikos vor. Seine Werke werden zu Kultbüchern der Hippie-Generation.

1968 waren auch die großen Studentenunruhen und danach zog auch die Sexualerziehung als Programm der Neomarxisten in die deutschen Schulen ein. „Wie kann man Politik von Sex trennen? Es ist ein und dasselbe: Für das Christentum ist der nackte menschliche Körper unmoralisch, nach dem amerikanischen Gesetz ist er illegal... Die Revolution erklärt der Erbsünde den Krieg, der diktatorischen Herrschaft der Eltern über ihre Kinder, der christlichen Moral, dem Kapitalismus, dem Supermännlichkeitstick.“ (Zitat aus dem Buch, das das Programm für den Umsturz durch marxistische Kräfte aufzeigt: „Do it! Scenarios für die Revolution“ von Jerry Rubin, Tricont-Verlag GmbH, München 1977, Seite 111). Es wird empfohlen, das Buch im Drogenrausch zu lesen. Seit dieser Zeit spricht man von der 68er-Generation.

Das Ziel dieser modernen Sexualpädagogik ist die bewußte Zerstörung der Scham und damit der Persönlichkeit des Menschen. Es war ein Russe namens Simonof Runge, der sinngemäß feststellte: „Vital aufstrebende Nationen sind immer puritanisch, sterbende liberal bis zur Schamlosigkeit.“ Wir sind eine sterbende Generation, unsere Zeit ist erfüllt, es geht dem Ende zu.

Der 28. Juni 1969 gilt als der Beginn der homosexuellen Lobby. Der "Christopher Street Day" steht weltweit für den Widerstand der Homosexuellen gegen Diskriminierung. Er wird jährlich an einem Samstag Ende Juni/Anfang Juli gefeiert. „Anlaß war ein Vorfall vor 26. Jahren in den USA: Am 28. Juni 1969 stürmte die New Yorker Polizei im Künstler-Viertel Greenwich Village die Schwulen-Kneipe ‘Stonewall Inn’, gelegen in der Christopher Street. Damals bewarfen die Schwulen die Beamten mit Steinen und machten sich über sie lustig. Nach dreitägigen Protesten verfügte New Yorks Bürgermeister ein Verbot solcher Polizeiaktionen. In den 70er Jahren nahm die Zahl der Homosexuellen-Verbände sprunghaft zu. Sie bestimmten schließlich den ‘Christopher Street Day’ zu ihrem Feiertag“ (WNZ, 1. Juli 1996). 1969 ist auch der Beginn der feminsitischen Bewegung in Berlin.

Inzwischen ist der Einfluß dieser Lobby so stark, daß sie in praktisch alle Gesellschaftsbereiche vorgedrungen ist und auch in Deutschland steht die völlige Gleichstellung der Homosexuellen mit den normal Heterosexuellen bevor. Wer diese Form der Sexualität ablehnt, gilt als engstirnig und intolerant. Das Zauberwort, um jede Kritik im Keim zu ersticken, heißt Diskriminierung.  Dieses sogenannte Antidiskriminierungsgesetz, wie es genannt wird, ist eigentlich der Anfang vom Ende der Gewissensfreiheit. Gerade an der zunehmenden gesellschaftlichen Akzeptanz und nun systematischen Förderung dieser Perversionen kann man erkennen, wie sehr Gott diese Generation dahingegeben hat. (Röm 1)

Im Jahre 1966 beginnt in Kalifornien, einem der okkultesten Zentren der westlichen Welt, die Sexwelle bzw. die Bewegung für freien Sex, die Hippiewelle entsteht und auch, im Prinzip damit verbunden, die Rauschgiftwelle. Ein wenig später wurde Pornographie und Abtreibung freigegeben. Das sind alles Sterbesymptome einer Kultur.

1968 gründete Dr. Nathanson in New York die NARAL (National Association for Repeal of Abortion) zur Legalisierung der Abtreibung. 1973 hat dann der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten diesem Anliegen entsprochen und die Abtreibung unter Straffreiheit gestellt. Dr. Nathanson ist inzwischen als ehemaliger Leiter der größten Abtreibungsklinik der Welt zum entschiedensten Gegner dieses Mordes an den Ungeborenen geworden.

Vom biblischen Standpunkt muß man dazu sagen, daß der schnellste Weg, um ins Gericht Gottes zu kommen, für ein Volk darin besteht, unschuldiges Blut zu vergießen. „Und sie opferten ihre Söhne und Töchter den bösen Geistern und vergossen unschuldig Blut,... so daß das Land mit Blutschuld befleckt war ... Da entbrannte der Zorn des Herrn über sein Volk und sein Erbe wurde ihm zum Abscheu“ (Ps. 106,37-40).

1966 beginnt die „Große proletarische Kulturrevolution“ in China. Ein Entsetzen und eine Verfolgung nie dagewesenen Ausmaßes bricht über Millionen und Abermillionen von Chinesen herein. Eingeweihte nennen es das schlimmste apokalyptische Ereignis seit Bestehen der Welt. Man wird an die Worte Jesu erinnert, wofür dieses Ereignis leider auch nur eine Vorschattung ist: „Und es wird alsdann eine große Trübsal sein, wie sie nicht gewesen ist vom Anfang der Welt bisher“ (Matth. 24, 21).

Albanien erklärt sich 1967 zum ersten atheistischen Staat der Welt. Inzwischen ist er restlos an seiner Gottlosigkeit gescheitert.

Tolkiens Fantasybücher kamen in den USA im Umkreis der Protest- und Hippie-Bewegung zum Durchbruch. So schrieb sogar ein weltliches Blatt in diesem Zusammenhang: „Im magischen Jahr 1968, als die Haare länger und die Sitten lockerer werden, als weltweit die Studenten gegen Krieg, Kapitalismus und Konsumterror rebellieren und die Hippies statt ‘Brot und Spiele’ Blumen und Liebe fordern, kursieren vom ‘Herrn der Ringe’ bereits mehr als drei Millionen Exemplare ... Die Drogen- und Bewußtseinserweiterungs-Mode Ende der sechziger Jahre läßt auch die Maler des Phantastischen wieder gefragt werden. Bosch- und Dali-Poster überschwemmen die subkulturelle Szene“ (Der Stern, 18. Aug. 1983, Nr. 34, S. 42).

Auch die Welt hat festgestellt, wie Ende der sechziger Jahre besondere Entwicklungen begonnen haben und spricht sogar von einem magischen Jahr 1968. In der Tat: „Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis der Heiden Zeit erfüllt ist« (Luk. 21, 24).

Auch das christliche Lager bleibt von diesem Dammbruch nicht unbeeinflußt. In 2. Thess. 2, 4 wird uns vorausgesagt, daß am Ende der Tage sich der Mensch an Gottes Stelle setzen, sich selbst inthronisieren wird. In folgerichtiger Entwicklung ist auch mehr und mehr der Mensch mit seinen Ansprüchen und nicht mehr Gott mit seinen Forderungen das Thema der Seelsorge und Verkündigung. Konsequenterweise redet man immer mehr von Selbstentfaltung, Selbstverwirklichung und auch Selbstliebe, sogar in evangelikalen Kreisen.

Um das Jahr 1968 zeichnet sich in der Seelsorge bzw. Pastoralpsychologie die Verlagerung von der Christusverwirklichung zur Selbstverwirklichung ab. So schreibt Lothar Gassmann: „Im Rahmen der ‘praxisorientierten Seelsorge’ und vor allem der pastoralpsychologisch geprägten modernen Seelsorgebewegung' (ab ca. 1968) fand eine Schwerpunktverschiebung statt von theologischer Verkündigung zu psychologischer Beratung, von Offenbarung zu Erfahrung, von Transzendenz zu Immanenz, von Gottes Wort zu Menschenwort.“ („Seelsorge zwischen Selbstverwirklichung und Christuswirklichkeit“, factum 7/8, 1986.)

Das Ergebnis ist eine nicht endenwollende Flut von psychisch defekten und geistlich geschädigten Personen., eine verheerende Zunahme von Neurotikern. Fast kann man zu der Überzeugung kommen, wie es Dave Hunt [Anmerkung Webseitenbetreiber: Dave Hunt war ein UdH-Irrlehrer] in seinem Buch “The Seduction of Christianity“ einmal zitiert, daß die modernen Psychiater in erster Linie die Symptome kurieren, die sie selber hervorrufen.

1968 hat sich die "neue Theologie" in Uppsala endgültig im ÖRK durchgesetzt. Dies führte auf der Weltmissionskonferenz von Bangkok 1973 zur "Neuen Mission". Die Veranstalter beschrieben diese Weltmissionskonferenz als "pfingstlich-pietistisches Ereignis".

Die erste Ordination einer Pfarrerin ist 1966 in Schleswig-Holstein und 1969 in Hamburg (idea spektrum 15/92). Auch hier hat sich der Zeitgeist erfolgreich ausgebreitet. Nicht nur gibt es derzeit in Deutschland schon zwei Bischöfinnen, die beide eifrige Anhänger der feministischen Theologie sind, auch die Freikirchen und selbst die pietistischen Kreise öffnen sich immer mehr der Vorstellung von Pastorinnen. So haben beispielsweise die Baptisten im Mai 1992 die Frauenordination in ihren Verband eingeführt. Auch hier war der Marsch durch die Institutionen so erfolgreich, daß jemand, der diese Dienste für Frauen heute noch ablehnt, bald als lebendes Fossil betrachtet wird. Auf jeden Fall gilt er als frauenfeindlich.

1967 begann, angeregt durch das Buch von David Wilkerson „Das Kreuz und die Messerheiden“, die katholisch-charismatische Bewegung, deren führender Mann, Kardinal Suenens von Belgien, Maria als Mutter aller Charismatiker bezeichnet hat. - In seiner Wiederkunftsrede in Matth. 24 warnt uns der Herr Jesus vor verführerischen Zeichen und Wundern. Das Eindringen dieser Kräfte und Betonungen in die Gemeinde spielt sich direkt vor unseren Augen ab, wenn wir nur an den weltweiten Siegeszug der Charismatischen Bewegung denken.

Beide Stilrichtungen - Hardrock und Softrock - entstanden etwa 1965/66. Der Sommer 1967 wurde in England "psychedelic summer" genannt, da damals, angeregt durch die Beatles, eine psychedelische Welle aufkam. Sie kann in ihrer Wirkung als bewußtseinserweiternd, nach innen entgrenzend und meditativ charakterisiert werden. (Dr. H. Neumann, "Sollte Rock den Glauben hindern?", Das Fundament, 5/90 S. 18). 1968 wurde auch Rockmusik im christlichen Gewand populär. Christliche Rockbands schießen wie Pilze aus dem Boden.

Um das Jahr 1967 brach die Gruppendynamik wie ein Steppenbrand in die Landeskirchen und freikirchlichen Kreise ein. Die Bibelkritik drang durch bis an die Basis. Als Ergebnis kann man u.a. sehen, wie gerade auch im kirchlichen Bereich der Islam als ausgesprochen christusfeindliche Religion, jedenfalls was den Christus der Bibel angeht, immer mehr hofiert wird.

3. Das Programm der Finsternis

Es ist erschreckend und zugleich höchst aufschlußreich, wieviele Strömungen Ende der 60er Jahre ihren Anfang genommen haben. „Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis der Heiden Zeit erfüllt ist.“ Der Apostel Paulus schreibt in 2. Tim. 3,1. „Das sollst du aber wissen, daß in den letzten Tagen werden greuliche Zeiten kommen.“ Hier ist folgendes erwähnenswert: Das griechische Wort „chalepos“ steht im Neuen Testament nur zweimal. Das erste Mal kommt es in Matth. 8, 28 vor, wo die beiden Gardarener geschildert werden. Die Bibel sagt, daß sie nackt umherliefen, von einer Legion besessen und nicht zu zähmen waren. Wörtlich heißt es dort: „Sie waren, ‘chalepoi lian’, sehr gefährlich“, nach der Luther- Bibel. Mit „bösartig“ gibt es die Elberfelder Übersetzung wieder. Es heißt eigentlich: wild, unzährnbar, aufrührerisch, aufsässig.

Zum zweiten und letzten Mal steht dieses Wort nur noch in dem oben erwähnten 2. Tim. 3,1: „Das sollst du aber wissen, daß in den letzten Tagen werden kommen 'kairoi chalepoi', greuliche Zeiten.“ Also weltweite Verfinsterung, Aufruhr, Brutalität, Entartung und Wildheit der Menschen. Am Ende der Tage kommt eine Generation, über die man sagen kann: „Dieses Volk will sich von einem Wort (oder Geist) nicht mehr strafen lassen.“ Wir haben erwähnt, wie die Gardarener nackt urnherliefen, und es ist nicht zufällig, daß sich heute immer mehr Leute öffentlich nackt zeigen. Bei den Jugendkrawallen in Zürich wurde sogar öffentlich nackt demonstriert. Am Ende der Zeiten reift die orphische, fröhlich besessene Urhorde heran.

Was ist nun nötig, um einen normalen Menschen in einen Zustand solcher Wildheit zu bringen? Es gibt einen Mann, der alle seine Offenbarungen, er war übrigens Visionär, in einem Satz zusammenfaßte. „Tue was du willst, das ist das ganze Gesetz.“ Nach diesen Grundlagen richtet sich mehr und mehr unsere Erziehung, die dem Lustprinzip zu gehorchen hat. Zu diesem Gesetz wollen uns heute viele "befreien“. Sogar die moderne Pädagogik und Sexualerziehung haben eine ähnliche Richtung eingeschlagen.

Der Mann, dem wir diese Eingebung verdanken, heißt Aleister Crowley, der als der furchtbarste und größte Satanist des 20. Jahrhunderts gilt. Obwohl dieser Mann bis vor kurzem kaum bekannt war, hat er dennoch einen  unheimlichen Einfluß. Aleister Crowley bezeichnete z. B. Hitler als seinen Plagiator und pflegte zu sagen: "Ehe denn Hitler war, bin ich.“ Eingeweihte bezeichneten die Konzentrationslager Hitlers als die materialisierten Wahnträume eines Aleister Crowley .

Um etwas seinen Einfluß zu illustrieren sei hier erwähnt, daß Deutschlands beliebtester Märchenbuchautor der 80er Jahre, Michael Ende, ebenfalls sehr stark von diesem Satansmagier beeinflußt war. „Die unendliche Geschichte“ hat auf der Rückseite ihres Buchumschlags Crowleys Botschaft: "Tu was du willst.“ In einem Interview gab Michael Ende ganz offen zu, wie ihn ein Geistwesen bei der Abfassung seiner Bücher geführt hat: „Der Oliven-Dryas (ein nach griechischer Mythologie in Bäumen lebendes Geistwesen, Anm.), das mir bei der Arbeit an der ‘Unendlichen Geschichte’ und auch an ‘Momo’ beigestanden hat, war nicht nur mir hilfreich“ (idea spektrum 42/86).

Es erinnert dies stark an die Bücher, die Hitler den Weg bereitet haben. Über das Buch von Deutschlands erfolgreichsten Fantasy-Autor schrieb der „Spiegel“: „Ohne alles Reklame-Tamtam ist ‘Die unendliche Geschichte’ von Michael Ende  zum größten deutschen Romanerfolg seit Jahrzehnten geworden. Und nun hat dieses Märchen-Kultbuch der Grünen und Friedensbewegten den teuersten deutschen Film seit Jahrzehnten hervorgebracht“ (Der Spiegel, Nr. 14,84). Die Bewegung bzw. die Partei der Grünen erinnert sehr stark an die Aussagen von 2. Tim. 3,1. Diese Partei, aber nicht nur diese allein, erlaubt fast alles, was Gott verboten hat und fördert so ziemlich alles, was Gott ein Greuel ist.

Dieser Satanist Aleister Crowley hat nun drei Methoden vorgeschlagen, wie man die Leute in Trance versetzen, d. h. in einen Zustand völliger Verfinsterung bringen kann:

a) Wir müssen die Menschen einer sich ständig wiederholenden Musik aussetzen,
b) die Droge fördern,
c) die Entwicklung im Bereich der Moral steuern.

a) Zum Thema Musik

Ein Blick in unsere gegenwärtige Zeit zeigt, wie aktuell dieses Programm schon geworden ist. Es wurde bereits gesagt, daß Aleister Crowley einen unheimlichen Einfluß ausübte. Seine Botschaft forderte auch die Ausschaltung des Verstandes (Passivität) und die Betonung des Gefühls, ein Trend, der sich auch in der Christenheit leider immer mehr bemerkbar macht. Er ist auch der geistige Vater vieler Beatgruppen, vorab der Rolling Stones. und der Gruppe Led Zeppelin. Die Rolling Stones wurden durch den Spiritisten Kenneth Anger in spezielle satanische Praktiken eingeführt. Kenneth Anger gilt als einer der treuesten Schüler Aleister Crowleys. Am Rande sei vermerkt, daß Ron Hubbard, der Begründer der Scientology-Kirche, in die Crowleyschen Lehren eingeführt wurde. Das Lied der Rolling Stones „Sympathie for the Devil“ wurde zur internationalen Hymne der Satanisten. In einem anderen Lied der Rolling Stones, genannt „My Obsession“ (meine Besessenheit), singt Mike Jagger: „Mir ist ganz egal, ob ich etwas verlange, was mir gar nicht zusteht. Ich will es einfach haben, ganz für mich.“

Ein anderes Rockalbum der Rolling Stones hat den Namen „Goat's Head Soup“. Die Innenseite des Albums zeigt einen abgetrennten Kopf eines Ziegenbocks, der in einem kochenden Kessel schwimmt. Dieser Kopf ist ein weiteres klassisches Symbol des Satanismus. Teile der Platte wurden live bei einem Voodoo-Ritual (Schwarze Magie der Afrikaner) aufgenommen. In einem Lied kann man die Schreie der durch dieses Ritual Besessenen hören. Auf der Plattenhülle des Songs „Their Satanic Majesties Request“ (Die Wünsche ihrer satanischen Majestäten) sind die Stones als Hexen verkleidet abgebildet. Wenn man bedenkt, daß die Rolling Stones als die perfekteste und größte Beat-Gruppe der Welt gelten, erahnt man vielleicht etwas von der unheimlichen Entwicklung dieser letzten Tage.

Die andere Beat-Gruppe, die ganz deutlich die Züge ihres Lehrers Aleister Crowley trägt, ist die schon erwähnte Band Led Zeppelin. Jimmy Page, der Lead-Gitarrist dieser Gruppe, sagte folgendes: »Ein Rock-Konzert ist in Wirklichkeit nichts anderes als ein Ritual, bei dem psychische Kraft freigesetzt und umgesetzt wird. Konzerte von Led Zeppelin beruhen im wesentlichen auf Lautstärke, Wiederholung und Rhythmus. Sie haben viel Ähnlichkeit mit der Trance-Musik Marokkos, die in ihrem Ursprung und Zweck magischen Charakters ist... Im Led Zeppelin-Konzert ist das Ziel, Energie bei den Spielern und beim Publikum freizusetzen: Um das zu erlangen, muß man die Quellen magischer Kraft anzapfen, so gefährlich das auch sein mag... Magie ist niemals gut oder böse, schwarz oder weiß, sondern einfach eine Methode, der dämonischen Wirklichkeit teilhaftig zu werden und diese für sich zu erschließen. (Zitate aus „Rock Session“ Band 1, ro ro ro-Verlag, Seiten 10 + 11). Man sieht, die Sache ist ganz schlicht: „In den letzten Tagen werden greuliche Zeiten kommen.“

Robert Plant, ein anderer Sänger dieser Gruppe, sagte einmal wenig schmeichelhaft: „Mir ist inzwischen klar geworden, daß wir meistens vor völligen Idioten spielen“ (Zitat aus der Zeitschrift „Pop“.). Jimmy Hendrix galt als der König der Rocksänger und war ein Medium der Voodoo-Magie. Wahrscheinlich starb er an einer Überdosis Rauschgift.

Janis Joplin etablierte sich als Leitbild der Hippie-Generation und als unbestrittene Königin der Rockmusik. Obwohl sie verkündet hatte: „Wer Drogen nimmt, muß verrückt sein...“, wurde sie am 4. Oktober 1970 heroinvergiftet mit 14 Einstichen im linken Unterarm in einem Motelzimmer gefunden. Es war ihr siebenter Selbstrnordversuch. Sie galt als Lesbierin und war geschlechtskrank. Sie verkörperte vielleicht am besten die Lebensphilosophie der neuen Beat-Generation: „Live fast, love hard, die young!“ („Lebe intensiv, liebe heftig, stirb jung!“) .

Bob Dylan, der sich bekehrt haben soll, war der Mann, der die Beat-Generation ideologisch am meisten geprägt hat. Er galt als Gigant der Rockmusik. Er ist Autor eines wenig bekannten Buches namens “Tarantula“, wo er in der Ich-Form als Vernichter der Hölle redet, so daß man den Eindruck hat, er selbst sei der Satan.

Im „Stern“ vom 23. Dezember 1980 erschien ein Artikel über die Beziehung zwischen Rockmusik und Drogen. Ein gewisser Alex Conti, Ex-Leadgitarrist der Hamburger Beatgruppe Lake vermittelte einen Einblick hinter die düsteren Kulissen der Rockszene: „Drogenkonsum und Rockmusik gehören inzwischen so selbstverständlich zusammen wie Silvester und Sekt. Jeder in der Musikbranche weiß das. Aber jeder Mitwisser tut so, als hätte er noch nie davon gehört...“
Der 28jährige Gitarrist Alex Conti brach jetzt erstmals das Schweigen. Conti zum Stern-Reporter: „Ich kenne kaum einen Musiker, der keine Erfahrungen mit Drogen hat. Musiker kiffen und sniffen, schlucken und spritzen, wie andere Leute Kaffee trinken.“ Conti verließ mit 17 Jahren das Gymnasium und lebt seither von der Musik. „Da kommste automatisch an das Zeugs“, sagt er. Zweifelsohne werden drogenkonsumierende Rockstars von ihren Fans nachgeahmt. Wenn der süchtige Lou Reed sagt: „Heroin - it's my life and it's my wife“, so hat das etwas Verführerisches. Der britische Musiker Ian Dury formulierte in einem Song das Lebensmotto seiner Berufskollegen: „Sex and drugs and rock’n’roll.“ Das ist praktisch das Programm Aleister Crowleys zur Dämonisierung des Menschen. „In den letzten Tagen werden greuliche Zeiten kommen.“

Die Gruppen Pink Floyd und Black Sabbath sind bewußte Satanisten. Black Sabbath verschwor sich 1969 in Burningham nach einem Horror-Film in einer okkulten Taufe dem Teufel. Sie hatten Texte, wie: „Nimm dir ein Leben, es wird billig; töte jemand, niemand wird weinen. Die Freiheit ist dein, tu nur deine Pflicht, wir wollen bloß deine Seele.“

Auf der Coverwerbung für die LP Reflection „Black Sabbath“ steht folgendes: “Und du, armer Narr, der du diese LP in Händen hältst, wisse denn, daß du mit ihr deine Seele verkauft hast, denn sie wird schnell in diesem höllischen Rhythmus, in der teuflischen Kraft dieser Musik, gefangen sein. Und dieser musikalische Tarantelbiß wird dich tanzen lassen, ohne Ende, ohne Pause.“ Man muß sich fragen, wie weit die Zeit schon ausgereift ist, daß Leute dieser Art derartig offen auftreten und reden können.

In dem oben erwähnten Buch, das das Programm für den Umsturz durch marxistische Kräfte aufzeigt, ist folgendes zu lesen: „Elvis Presley machte Schluß mit lke Eisenhower (Symbol der Vaterfigur-Zufriedenheit), indem er unsere bedrängten, erwachenden Körper in Bewegung setzte. Harte, animalische Rock-Energie schoß uns durch die Glieder, der hämmernde Rhythmus weckte verdrängte Leidenschaften. Musik, die den Geist befreite. Musik, die uns zusammenbrachte... Rock'n'Roll war das Startzeichen der Revolution... Die Rockbands provozierten eine animalische Energie... Wir betrachten Sex, Beat und Drogen als Teil eines kommunistischen Planes zur Eroberung Amerikas... Wir stammen vom Affen ab, und wir sind stolz auf unsere Herkunft... Marihuana macht jeden Menschen zum Gott... Das Fernsehen erzieht eine Generation von Kindern, die erwachsen und Demonstranten werden wollen.“

Elvis Presley selbst war Mitglied der First Assembly of God Church in Tupelo. Er hat zugegeben, wie er für seine späteren eigenen Auftritte viel von dem Stil der „erwecklichen“ Pfingstprediger gelernt hatte (nachzulesen im Büchlein „Elvis“ von Richard Mann).

Den zweifellos größten und unheimlichsten Einfluß hatte die Gruppe, die als Phänomen in der Musikgeschichte gilt, die Beatles. Der einflußreichste Beatle war John Lennon. Von ihm stammt folgendes Zitat aus der Zeitschrift “Pop“ Nr. 23 von 1976. Er sagte, nachdem er bei einer spiritistischen Sitzung in Hamburg gewesen war: „Ich weiß, daß die Beatles Erfolg haben werden wie noch keine andere Gruppe. Ich weiß es genau - denn für diesen Erfolg habe ich dem Teufel meine Seele verkauft... !“

Derselbe Mann sagte sinngemäß: „Das Christentum wird verschrumpeln und eingehen. Darüber brauche ich keine Worte zu verlieren, die Geschichte wird mir recht geben. Wir sind jetzt schon populärer als Jesus.“ - Das aber ist wörtlich der Geist dieser letzten Tage, von dem geschrieben steht, daß er sich überhebt über alles, was Gott und Gottesdienst heißt (2. Thess. 2, 4). Diese Leute haben eine ganze Generation buchstäblich begeistert. Davon kommt nämlich das Wort: Man ist „begeistert“, d.h. von den Geistern erfüllt.

George Harrison, ein anderer Ex-Beatle, besingt in seinem Lied „My Sweet Lord“ Hare Krishna und andere Hiridu-Götter. Durch diese Gruppe wurde das Gedankengut der östlichen Religionen, vor allem die Transzendentale Meditation, unerhört populär. Die Anhänger der letzteren gehen in die Millionen. Von daher können Versuche, diese Sänger als christlich auszugeben, wie es tatsächlich in gewissen Kreisen geschehen ist, nur noch befremden. Dies umso mehr, als John Lennon in einem von seinen Liedern, nämlich „Bring On The Lucie“, den Antichristen buchstäblich besingt und anbetet. „Es gibt hier etwas, was du sofort tun rnußt: Befreie die Leute jetzt. Tue es, tue es, tue es jetzt! Wir sind gefangen mit Händen in der Luft... So wollen wir es wie ein Gebet hinausrufen: Befreie die Leute... 666 ist dein Name.“

Derselbe Mann hat sich mit seiner Frau Yoko Ono öffentlich nackt gezeigt, was ebenfalls wieder typisch ist für endzeitliche, gardarenische Zustände. John Lennon war einer der schlimmsten Okkultisten, die jemals gelebt haben. Von daher werden einem die Versuche, solche Leute in ein christliches Gewand zu stecken, fast schon unheimlich. Man begreift, warum der Herr Jesus das Thema „Endzeit“ mit dem Wort „Verführung“ einleitet.

Es ließe sich sicher noch manches zu weltlichen Beat-Gruppen sagen, doch wollen wir diesen Rahmen nicht sprengen. Allerdings erhebt sich, gerade in der jungen Generation, immer wieder die Frage, was von christlicher Rockmusik zu halten ist. Ich persönlich glaube, daß ebensowenig, wie der Zweck die Mittel heiligt, hier der christliche Text die Musik reinigt. Das Wort Rock'n Roll wurde von dem Disc-Jockey, Alan Freed, als Euphemismus für den Beischlaf geprägt (siehe Arnold Shaw, „Rock'n'Roll“, ro ro ro-Verlag, S. 117).
Christliche Rockmusik erinnert mich von daher mehr an den Tanz um das Goldene Kalb, der im Namen des lebendigen Gottes ausgerufen wurde, wo man tatsächlich aber einem Götzen huldigte. Die moderne Rock- und Beatmusik haben beide ihre Wurzeln im Jazz. Toni Palmer schreibt „All you need is Love“ (Ex Libris 1977 S. 46): „Der Begriff ‘Jazz’ entstand in den ‘Crib Houses', den Bordellen, wo die ersten Formationen diese Musik spielten, wobei die Musik zweitrangig war; das echte Geschäft war die Prostitution. Im Cajun Dialekt von Louisiana werden Prostituierte als ‘Jazz-Bells’ bezeichnet, eine Verballhornung, d. h. eine Lächerlichmachung des Wortes ‘Jezebel’, was der englische Name von lsebel (Frau von König Ahab) ist...“ Läßt sich solch eine Quelle wirklich für das Evangelium noch gebrauchen?

Vielleicht kann diese Frage am besten Bob Larson beantworten, der selbst Rockmusiker war und sich bekehrte. Als er völlig mit dieser Musik brach, meinten Freunde, daß er doch damit Menschen für Jesus gewinnen könne. Seine Antwort sinngemäß, «Nein, diese Musik hat einen Geist, der aus trüben Quellen fischt, der sich nicht für das Evangelium heiligen läßt .“ Wenn Bob Larson zu Leuten aus christlichen und kirchlichen Kreisen über die Gefahren dieser Musik sprach, wurde er gewöhnlich mit Bemerkungen, wie: „Das ist übertrieben, du bist zu eng und konservativ und einseitig“ ausgelacht und zurückgewiesen. Wenn er zu Ungläubigen und Hippies sprach, haben sie ihm sehr oft recht gegeben und gesagt: „Du bist auf dem richtigen Weg, mach so weiter; wir alle merken etwas von der Dämonie dieser Musik.“

Der „Who“-Leader, Peter Townshend, sagte offensichtlich abfällig: „Rock ist nur etwas für frustrierte, überdrehte Kinder, und nur bei ihnen funktioniert es“ (Zitat von Cogo Nr. 22, 1979).

Ein noch vernichtenderes Urteil, sicherlich etwas überzeichnet, gab der Sänger Sting ab. In der Rheinischen Post, 1997, war zu lesen: „Rockstar Sting ist mit der eigenen Zunft hart ins Gericht gegangen. ‘Eigentlich sind Musiker das Allerletzte: sexbesessener, drogensüchtiger Abschaum, der seine Frau verprügelt’, sagte der ehemalige ‘Police’-Sänger in einem Interview der Zeitschrift ‘Petra’. Viele jungen Künstler glaubten, nur dann kreativ sein zu können, wenn sie unglücklich seien. ‘Dafür nehmen sie gescheiterte Beziehungen und Experimente mit tödlichen Drogen in Kauf.’ Bei ihm sei es auch so gewesen, räumte er ein. ‘Inzwischen reichen meine Erinnerungen an Schmerzen, Trennungen und Kummer für den Rest meines Lebens’.“

Für mich gehört es zu einer der traurigsten Entwicklungen, daß diese Musik, die derartig den Geist der Welt atmet, in christlicher Verpackung eingeschleust wird. Wieviele Spannungen sind durch das Gedröhne dieser Musik zwischen älteren und jüngeren Menschen entstanden Doch dies darf nicht überraschen, wurde doch diese Musik unter anderem bewußt dazu eingesetzt, um Familien zu zerstören und eine Gegenkultur ins Leben zu rufen, deren Begründer Leute wie Jack Kerouac und Allen Ginsberg sind.

Sogar in weltlichen Büchern kann man nachlesen, was diese Musik anrichtet: „Rock'n'Roll, wie wir alle wissen, war der Hebel, der die Kluft zwischen den Generation aufriß und der die vorwiegend sexuelle Energie freisetzte, die den jugendlichen Lebensstil zur Blüte trieb; und dieser Lebensstil, wie wir alle wissen, wird die Welt revolutionieren“ (Zitat aus „Rock Session“ Band 1, S. 40). Die Ermahnung Gottes zu diesen Einflüssen lautet: „Stellet euch nicht dieser Welt gleich.“ Gerade diese Musik ist der Brückenkopf für die Angleichung an die Welt. Auch ermöglicht sie eine Umfunktionierung der biblischen Anbetung in eine heidnische Form der Ekstase. Problemlos können junge Leute von der Disko zur „charismatischen“ Anbetung und zu sogenannten „Lobpreis-Gottesdiensten“ überwechseln.

Jack Wyrtzen, Begründer der „Wort des Lebens“-Bewegung, sagte folgendes: „Ich habe nackte Wilde gesehen, Tänzer im Dschungel, und ich sehe keinen Unterschied zwischen ihnen und dem, was unsere Jugend auf der ganzen Welt treibt, wenn sie Rock'n'Roll tanzt. Das alles kommt aus dem Dschungel, und ich glaube, daß uns der Rock'n'Roll geradewegs dahin zurückbringt. Ich glaube, daß wir in einer Zeit leben, in der Geschlechtsverkehr ohne Heirat sowie Tanz- und Trinkorgien an der Tagesordnung sind, wobei sich die Menschen überfressen und im Dreck leben ... Ich glaube, das ist Dämonie... Ich glaube auch, daß Elvis Presley, die Beatles und die Rolling Stones eines Tages von Gott zur Verantwortung gezogen werden, und zwar für die gesamte Verschmutzung der Jugend dieser Welt. Diese ganze Rock-Kultur lockt aus den Menschen nur das Böse heraus und hält sie nicht an, Gutes zu tun. Genauso haben sich die Leute zur Zeit Noahs verhalten. Schauen Sie sich doch nur ihre Kleidung und ihre Brillen an. Es wird eine Zeit schrecklichen Leidens kommen, wenn die Hölle auf die Erde losgelassen wird... - (übersetzt aus „All you need is Love“, Toni Palmer, Ex Libris 1977, S. 333/334)  - „In den letzten Tagen werden greuliche Zeiten kommen.“

b) Rauschgift

Der zweite Punkt, den Aleister Crowley vorgeschlagen hat, um Menschen in den Griff der Finsternis zu stürzen, war die Droge. Auch hier redet die gegenwärtige Entwicklung eine deutliche Sprache. Eingeweihte geben zu, daß diese Entwicklung kaum noch zu kontrollieren ist. Beängstigend wächst der Griff zu immer härteren Drogen und ebenso die Anzahl der Rauschgifttoten, auch sind alle sozialen Schichten von diesem Problem erfaßt worden. Eine deutsche Tageszeitung stellte fest, daß es in der Bundesrepublik kaum noch eine höhere Schule gibt, in der man nicht Haschisch oder andere Rauschmittel erhalten kann. Aleister Crowley wußte, warum er die Droge empfohlen hat. Auch er selbst nahm Rauschgift, angeblich zur Bewußtseinserweiterung. Das griechische Wort für Zauberei lautet „Pharmakeia“. Von daher kann man schon die Verwandtschaft mit der Droge erkennen.

Zu diesem Problemkreis noch eine weltliche Stimme: „Jeder hat über ‘Joga’, ‘transzendentale Meditation’, ‘Sufismus’ und dergleichen Kulte gehört; viele sind in irgendeiner Weise direkt damit in Kontakt gekommen. Man hört oder liest von Biorhythrnen, Telepathie, außersinnliche Wahrnehmung, Telekinese, Astrologie, Ufos, Zeitreisen und was der Spinnereien mehr sind. Jeder kennt aus den Massenmedien oder aus dem Bekanntenkreis Fälle, wo jemand mit den verschiedenen chemischen Substanzen ‘kosmische Erfahrung’ und ‘Bewußtseinserweiterung’ anstrebt, und niemanden ist entgangen, daß die Welt zur Zeit die schwerste Rauschgiftepidemie erlebt.“

Inzwischen wird ganz offen die Legalisierung der Droge gefordert und es gibt schon einige Bundesländer, wo in sogenannten Drückerstuben auf Staatskosten die nun „saubere“ Spritze,  an Schwerstabhängige gereicht wird. Auch hier zeigt sich einmal mehr die Kapitulation vor der Sucht, der Sünde und die erfolgreiche Ausbreitung der Macht der Finsternis. Diese Generation ist geistlich AIDS-krank geworden und hat kaum noch Abwehrkraft gegen die Sünde, gegen das, was sie zerstört.

Auch die Gläubigen sind leider zum Teil beängstigend „berauscht“ und unnüchtern geworden, wie die charismatische Welle, der „Toronto-Segen“ und andere Wogen zeigen. Unsere Zeit ist zeichen- und wundersüchtig geworden, alles Sensationelle wird jubelnd begrüßt. Das einfache, wunderbare Wort Gottes muß durch Zeichen und Wunder überhöht worden. Man versteht,  warum die Schrift so oft zur Wachsamkeit und Nüchternheit ermahnt. Möge es der Herr schenken, daß wir uns an seinem Worte genügen lassen!

c) Die Entwicklung im Bereich der Moral

Der dritte Vorschlag dieses „Hohenpriesters des Satanismus“ zur Verfinsterung des Menschen lag in einer besonderen Form sexueller Magie. Vor unseren Augen ergießt sich eine unerhörte Flut von Schmutz und Entartung in unsere Gesellschaft. Das Perverse wird immer hoffähiger. Sex- und Pornoläden schießen wie Pilze aus dem Boden, und Homosexuelle fordern immer deutlicher, als völlig normal angesehen zu worden.

Dies, was Gott ein Greuel ist, wird in unseren Tagen immer salonfähiger. Der Herr Jesus hat die Zeit seiner Wiederkunft mit den Tagen Sodoms und Gomorras verglichen und wir sind schlimmer geworden  als Sodom und Gomorra. Sigrnund Freud, dessen Ansichten ich sonst nicht teile, stellte fest: „Verlust des Schamgefühls ist das erste Kennzeichen von Schwachsinn.“ Jean-Paul Sartre soll gesagt haben: „Wer mit Pornographie anfängt, endet bei Auschwitz.“

James Unwin, ein englischer Kulturhistoriker, kam nach Untersuchungen von achtzig Kulturkreisen zu folgendem Ergebnis: „Jede Gemeinschaft kann frei wählen zwischen großer kultureller Energie oder sexueller Freizügigkeit. Es ist bewiesen, daß man nicht beides gleichzeitig länger als eine Generation haben kann“ (Dr. James D. Unwin, „Sex and Culture“, Oxford University Press). Ist es zufällig, daß in unserer Zeit voreheliche sexuelle Beziehungen auch in etlichen christlichen Kreisen als völlig normal angesehen werden? Schon von daher ergibt sich die beklemmende Frage, ob wir nicht die letzte Generation sind? „Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis der Heiden Zeit erfüllt ist.“ Es geht unerbittlich dem Ende entgegen.

Dieser ganze Einbruch der Gottlosigkeit und des irrationalen Mystizismus läßt sich allerdings nicht ohne den geistlichen Hintergrund einer Theorie begreifen, die an praktisch allen unseren Schulen und Hochschulen als wissenschaftliche Tatsache und Erkenntnis angepriesen wird. Es handelt sich hier um die Evolutionstheorie, Abstammungslehre oder Darwinismus. Der Anhänger der Evolutionshypothese vertraut nicht nur einer nichtwissenschaftlichen Theorie, sondern ist ohne sich darüber im einzelnen klar zu sein, einem magischen, mystischen Weltbild viel näher als er meint. Wieso? Alles Leben beruht auf einer chemischen Sprache, die die Biochemiker den genetischen Code nennen.

Pierre-Paul Grassé, der vielleicht berühmteste Zoologe Frankreichs und längere Jahre Präsident der Akademie der Wissenschaften, erklärte: »Es ist heute unsere Pflicht den Mythos der Evolution zu zerstören, die als ein einfaches, verständliches und erklärbares Ereignis betrachtet wird, das sich deutlich vor uns entfaltet. Biologen müssen ermutigt werden, über die Schwächen und Mutmaßungen, die Theoretiker aufstellen oder als etablierte Wahrheiten erklären, nachzudenken. Der Betrug ist manchmal unbewußt, aber nicht immer, weil einige Leute wegen ihres Dogmatismus absichtlich die Realitäten übergehen und sich weigern, die Ungereimtheiten und Irrtümer ihres Glaubens zuzugeben.“

Weiter sagt er: „Jedes Lebewesen enthält eine unwahrscheinliche Menge an ‘Intelligenz’... Heute wird diese ‘Intelligenz’ Information genannt (Erbinformation, genetischer Code, Anm.), aber deswegen ist es noch immer dasselbe... Diese ‘Intelligenz’ ist die Grundvoraussetzung allen Lebens. Falls sie nicht vorhanden ist, ist kein Lebewesen denkbar. Woher kommt sie? Das ist ein Problem, welches sowohl die Biologen als auch die Philosophen angeht und gegenwärtig sieht es so aus, als sei die Wissenschaft nicht imstande, es zu lösen“ („Evolution of Living Organism“, Academic Press New York, 8. 8/3).

Bernhard Hassenstein stellt in seinem Buch „Biologische Kybernetik“ fest: „Information ist weder Materie noch Energie. Aber sie benötigt Materie oder Energie, um sich an ihr auszuprägen.“ Dieser Satz allein ist der Todesstoß für allen Materialismus. Ein Code, eine Sprache oder Information beweist eine Intelligenz. Alles Leben atmet Logos, Weisheit und Intelligenz Gottes (Joh. 1, 1-3).

Wenn man nun die Intelligenz des Schöpfers ablehnt, wie es heute auf Grund der Evolutionstheorie üblich ist, muß man glauben, daß dieser phantastisch komplizierte Code, diese Intelligenz des Lebens, nur aus den der Materie innewohnenden Gesetzen (immanentes Weltbild) entstanden ist. Man muß also mit anderen Worten glauben, daß tote Materie, die noch dazu dem zweiten Hauptsatz der Wärmelehre unterworfen ist, d. h. von Natur aus nie höhere oder geplante Ordnungen anstrebt, intelligente Strukturen, eine chemische Sprache, entwickeln kann. Das heißt, man muß glauben, daß Materie Träger von Geist ist, daß Materie reden kann. Dies aber ist keine neue Wissenschaft, sondern die uralte Geisteshaltung des Spiritisrnus.

Vielleicht ist uns aufgefallen, daß wir nicht in einem aufgeklärten Zeitalter leben, sondern wir haben die Renaissance des Aberglaubens, der Magie, der Astrologie, des Mystizismus, des lrrationalismus und Okkultismus in noch nie dagewesener Form. Der wahre Grund ist diese magische, pantheistische Weltanschauung, verpackt in ein wissenschaftliches Kleid.

Es zeigt sich dies zum Teil aus den Anfängen dieser Theorie. Der englische Naturforscher Alfred Russel Wallace hatte die Entstehung der Arten genauso wie Darwin gedanklich konzipiert. Er bewirkte dadurch, daß Charles Darwin sein Buch zehn Jahre früher als geplant veröffentlichte. Alfred Russel Wallace war aber auch aktiver Spiritist und führend in der Spiritismusforschung .

An unseren Schulen, Hochschulen und Universitäten lehrt man das Gedankengebäude der sogenanntes Synthetischen Evolution. Der Mann, der diesen Ausdruck prägte, war der führende Neodarwinist Julian Huxley, eine Zeitlang Chef der Unesco, Bruder von Aldous Huxley. Aldous Huxley gilt in der studentischen Welt als Vater der Droge. Er forderte die Studenten bewußt auf, Rauschgift zu nehmen und verherrlicht in seinem Buch „Die Tore der Wahrnehmung“ einen Meskalin-Trip. Er nahm von seiner Frau das Versprechen ab, daß sie ihm LSD gäbe, wenn er im Sterben liegen würde. Er wollte auf einem Trip sterben .

Aldous Huxley war doch offensichtlich Rationalist. Warum forderte er seine Studenten auf, Rauschgift zu nehmen? Die Antwort darauf liegt möglicherweise in einer Geschichte, die uns das Alte Testament berichtet. Die Tragödie des Königs Saul von Israel, eines Mannes, den Gott erwählte.

Solange Saul dem Herrn gehorchte, rottete er die Wahrsager, Zeichendeuter und Medien aus Israel aus. Danach verwirft Saul das Wort des Herrn, und Gott verwirft ihn. Wir leben heute auch in einer Zeit, wo man wahrlich leichtfertig mit Gott und seinem Wort umgeht. Dieser König Israels geht nun zu einem Medium, der Hexe von Endor, und läßt den Geist Samuels von ihr heraufbringen (es ist dies ein schwieriger Abschnitt in der Bibel). Samuel fragt: Warum hast du mich in meiner Ruhe gestört... ?“ Die Antwort Sauls beinhaltet womöglich die Tragödie dieser Generation: „Der Herr redet nicht mehr mit mir“ (siehe 1. Sam. 28,15).

Wir sind von Natur aus geschaffen für das Reden Gottes. „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das aus dem Munde Gottes kommt.“ Der Mensch hat Sehnsucht nach der jenseitigen, transzendenten Stimme.

Nun hat man aber in unserer Generation Gott für tot und die Bibel zum Märchenbuch erklärt. Gott redet daraufhin nicht mehr, wenn man das so formulieren darf. Der Mensch in seiner Sehnsucht nach der Transzendenz, die er nicht mehr bei dem Worte Gottes stillen kann, weil ihm die Bibelkritik dieses Wort so ehrfurchtslos zerstört hat, fischt nun in den trüben Wassern des Mystizismus, das Spiritismus und der Droge, weil er den Wunsch hat, irgendwo eine jenseitige Stimme zu vernehmen.

So war es die Hoffnung Aldous Huxleys, nachdem er aus dem rationalen Bereich keine Antwort mehr bekam - der Glaube an einen intelligenten Schöpfer ist ja auf Grund der Evolutionstheorie zerstört -, daß man womöglich aus dem irrationalen Bereich noch eine Stimme vernehmen kann. Deswegen forderte er die Studenten auf, Rauschgift zu nehmen. Der Mann, der Aldous Huxley mit der Droge in Verbindung brachte, war niemand anderer als der schon erwähnte Obersatanist Aleister Crowley. Huxley wurde 1929 von ihm in den „Isis-Urania Temple of Hermetic Students of the Golden Dawn“  eingeführt. Hinter diesem Namen versteckt sich ein okkulter Zirkel, der auf den Riten der schottischen Freimaurerei basiert.

Die faszinierende Macht der Evolutionstheorie läßt sich ohne diese geistlichen Zusammenhänge nicht erklären. Der Mensch lehnt es ab, im Bilde Gottes geschaffen zu sein und erklärt stattdessen, daß er aus dem Tier und damit eigentlich nach dem Bild des Tieres entstanden sei. Die Bibel nennt das Tier den Antichristen, den Teufel. Der Herr Jesus sagt: „Ihr habt den Teufel zum Vater und nach eures Vaters Gelüste wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang... und der Vater der Lüge“ (Joh. 8, 44). Somit ist auch der Terrorismus, auf den wir jetzt zu sprechen kommen, ohne dieses dämonische Gefälle nicht zu begreifen.

Es gab einen orthodoxen Priesterstudenten namens Josef Dschugaschwili. Ihm fiel Darwins Buch „Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl“ in die Hände. Durch dieses Werk kam er zur Überzeugung, daß der Mensch so zur Natur gehört wie alle anderen Lebewesen und daß sich der Tüchtigste, Rücksichtsloseste, durchsetzt. Bringt doch diese Rücksichtslosigkeit (Kampf ums Dasein) den wahren Fortschritt. Ergebnis: ca. 20 Millionen Tote. Josef Dschugaschwili ist besser bekannt unter dem Namen Stalin . Vielleicht erahnt man, welch eine Macht hinter dieser Theorie steht.

4. Der Einfluß des Humanismus auf Pädagogik und Psychologie

Ulrike Meinhof, eine Schlüsselfigur des modernen Terrorismus, verkehrte ganz stark in okkulten Kreisen. Dies schreibt der Journalist Horst Knaut in seinem Buch „Das Testament des Bösen“. Als er sie zu einem Zeitpunkt interviewte, da man noch nicht nach ihr fahndete, gab sie ihm viele Adressen okkulter Zirkel und machte nur noch die Randbemerkung: „Wer da drinnen sitzt, kommt nicht mehr heraus.“ Ihr Leben endete durch Selbstmord, was typisch ist für viele Okkultisten.

Der Mensch ist nicht von Natur aus gut, wie der Humanismus meint, sondern ein gefallenes Geschöpf. Er trägt viel mehr die Eigenschaften, die der Römerbrief schildert. „Da ist keiner, der gerecht sei, auch nicht einer... Ihr Schlund ist ein offenes Grab, mit ihren Zungen handeln sie trüglich... Ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit. Ihre Füße sind eilend, Blut zu vergießen; auf ihrem Wege ist Vernichtung und Zerstörung, und den Weg des Friedens wissen sie nicht. Es ist keine Furcht Gottes bei ihnen“ (Rörn. 3.10-18).

Würde das humanistische Modell zutreffen, das an all unseren Schulen und Universitäten gelehrt und vorausgesetzt wird, dann sollte die Geschichte der Menschheit erfüllt sein von Friede, Freude und paradiesischen Zuständen. Zwistigkeiten sollte es nur ganz selten und Kriege so gut wie gar nicht geben.

Wenn aber das biblische Menschenbild zuträfe, müßte unsere Geschichte angefüllt sein mit Mord, Blut, Elend, Entsetzen, Vergewaltigungen und Kriegen. Welches Menschenbild entspricht nun der Wirklichkeit, gemessen an den unbestechlichen und unauslöschlichen Daten der Geschichte? Das biblische oder das humanistische?

Nach Angaben der Norwegischen Akademie der Wissenschaften gab es von 3600 v. Chr. bis 1960 14513 Kriege mit über 3 Milliarden Toten. Nur 292 dieser rund 5600 Jahre waren ohne Krieg. Seit 650 v. Chr. versuchte man 1656 mal durch Wettrüsten den Frieden zu erhalten. Dies führte 1640 mal zum Krieg, in den anderen Fällen zum wirtschaftlichen Ruin der Beteiligten.

In dem Maße, wie wir die Gebote Gottes abschaffen, offenbart sich nicht der prächtige Humanist, sondern die nackte Fratze des Terrorismus, die wahre Natur des Menschen. Das ist auch der eigentliche Grund, warum die Worte Revolution, Umsturz, Systemveränderung usw. heute so großen Anklang finden. Die dritte Einweihungsstute in den Satanismus lautet: „Tue alles, was dir gefällt“, die siebente: „Nichts ist wahr, alles ist erlaubt.“

Dies erinnert zu sehr an die moderne Erziehung und Pädagogik mit ihrem Lustprinzip, als daß dies Zufall sein könnte. Macht doch die Bibel die erschreckende Aussage, daß zum Schluß die ganze abgefallene Menschheit das Tier, den Antichristen, den Teufel anbeten wird. Wir leben mitten in dieser Vorbereitungszeit und sind darin weiter verstrickt, als manch einer ahnt oder wahrhaben will.

5. Die Tage Noahs

Weltweit wird sich nach dem Buch der Offenbarung das Entsetzen über diese Menschheit legen und die Nacht des Todes alles verhüllen. In seiner Wiederkunftsrede vergleicht der Herr Jesus die letzten Tage mit den Tagen Noahs vor der Sintflut. In 1. Mose 6, wo uns diese Zeit geschildert wird, erkennen wir eine höchst merkwürdige Feststellung, daß nämlich Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen eingingen (Vers 2 + 4).

Auch das ist eine schwierige Stelle und es gibt darüber verschiedene Auslegungen. Die klassische jüdische Exegese hat darin gefallene Engel gesehen. Die heutigen Ereignisse können diesen Schluß ebenfalls nahelegen. Diese Verse deuten an, dar, die gerichtsreife Menschheit in eine unheimliche widergöttliche Vermischung hineingeraten war.

Heute erleben wir ähnliche Zustände wie in den Tagen Noahs. So hat der Film „Rosmaries Baby“  - von dem eine Tageszeitung schrieb, daß er eine okkulte Erweckung bewirkt hat - zum Inhalt, wie eine Frau mit dem Teufel ein Kind zeugt.

Die Schweizer Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross ist weltberühmt geworden durch ihre Untersuchungen an Sterbenden. Sie galt als eine der bedeutendsten Frauen der siebziger Jahre und hatte damals schon 28 Ehrendoktortitel erhalten. Sie hat offen zugegeben, wie sie unter der Leitung mehrerer Spiritguides (Kontrollgeister) namens Salem, Anka und Willi steht . Mit solchen pflegt sie auch sexuellen Verkehr und ist über einen gewissen Jay Barham in sexuellen Orgien und spiritistischen Seancen gelandet .

Es ließe sich noch manches erschreckende Beispiel anführen, doch kann man allgemein sagen, daß, ähnlich wie in den Tagen vor der Sintflut, Verkehr mit Dämonen und Begegnungen mit nichtmateriellen Wesen in der Gegenwart immer häufiger worden. Dazu gehören auch die zunehmenden Engelerscheinungen, wovon das Buch „Begegnungen mit Engeln“ einen traurigen Vorgeschmack liefert, und Begegnungen mit sogenannten außerirdischen Intelligenzen (siehe „Bibel und Gemeinde“ 3/81 S. 261). Es ergeben sich jedenfalls erstaunliche Parallelen zu 1. Mose 6.

Weiter heißt es dort „daß der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar“ (Vers 5). Auch das sehen wir für unsere Zeit ausreifen. Ein Blick in die Tageszeitungen bestätigt uns dieses, wie es auch die Verse 2. Tim. 3, 1; 2. Petr. 3,3 und andere aufzeigen. Wir stehen offensichtlich unmittelbar vor dem weltweiten Gericht Gottes.

6. Wird die Welt unregierbar?

In einem Sonderdruck der „Welt am Sonntag“ unter dem Titel: „Wird die Welt unregierbar?“ wurden folgende vier Punkte angeführt, die den Niedergang einer Zivilisation ankündigen:
1. Da ist das Abbröckeln öffentlicher und privater Moral.
2. Da ist der Hang zu Luxus, Verweichlichung und Faulheit.
3. Da ist das Streben nach sexueller Freizügigkeit.
4. Da ist die Scheu vor der letzten Konsequenz. (Deswegen gibt es heute auch so viele traurige Karikaturen der Nachfolge Jesu, so viel Vermischung und Angleichung an die Welt, so viel Inkonsequenz.)

An anderer Stelle dieses Sonderdruckes heißt es in eigentlich prophetischer Tragweite: “Was diese Gedanken ganz besonders unangenehm macht, ist die Vorstellung, daß unser Schicksal schon besiegelt sein könnte, lange bevor sich die entscheidenden Symptome zeigen.“  Tatsache ist, daß sich die (Sterbe)Symptome praktisch alle eingestellt haben und das Schicksal dieser Welt offensichtlich besiegelt zu sein scheint.

Der Historiker Edward Gibbon hat fünf Gründe für den Untergang des römischen Reiches genannt. Es waren:
1. Das schnelle Anwachsen von Ehescheidungen und das Untergraben der Unverletzlichkeit der Familie als Keimzelle der Gesellschaft.
2. Ständig zunehmende Steuererhöhungen und vermehrte extravagante Ausgaben.
3. Die steigende Vergnügungssucht und die Brutalisierung der sportlichen Wettkämpfe.
4. Der Aufbau einer gigantischen Kriegsmaschinerie, verbunden mit der fehlenden Erkenntnis, daß der wahre Feind  innerhalb der Grenzen des eigenen Reiches liegt, nämlich im moralischen Verfall seiner Bevölkerung.
5. Der Verfall der Religion und das Verblassen des Glaubens zu einer bloßen Form, die die Menschen ohne Führung läßt. (Zitiert aus „Der Evangelist aus dem Siegerland“ Nr. 20, Okt. 1980). „Gerechtigkeit erhöht ein Volk, aber die Sünde ist der Leute Verderben“ (Sprüche 14,34).

Jemand, der auch erkannte, daß diese Welt ohne Hoffnung ist, wenn Gott nicht eingreift, ist der Dramatiker Eugène lonesco, Begründer des absurden Theaters, ein Dichter von Weltruf. Unter der Überschrift „Der Mensch dankt ab“ gab er der „Welt am Sonntag“ folgendes Interview: „Seit langer Zeit hoffe ich nicht mehr auf positive Veränderungen, die durch Revolutionen bewirkt werden könnten. Ich habe überhaupt kaum noch Hoffnungen, was die Zukunft der Menschheit angeht. Ich frage mich, ob die Apokalypse nicht schon morgen anbricht... Die Raserei, in der die Menschen sich gegenseitig abschlachten, ist vielleicht ein Anzeichen für eine in kurzer Zeit bevorstehende kollektive Selbstvernichtung... All das, was sich gegenwärtig abspielt, hat übrigens Johannes in der Apokalypse sehr klar vorausgesagt. Die Ideologien, so unterschiedlich sie sein mögen, setzen alle unterschwellig die selbstmörderischen Impulse in uns frei. Man denkt - bewußt - ‘Paradies’, unbewußt aber installiert man ‘die Hölle’ auf Erden... Ich glaube an das Böse, an die Hölle auf Erden. Allerdings - wenn man an das Böse glaubt, muß man zwangsläufig auch an das Gute glauben. Rundheraus: Ich hege kaum noch Hoffnung, daß der Mensch aus eigener Kraft zur Umkehr fähig ist - ohne Hilfe von jemandem, der Gott, der Jesus Christus heißen könnte. Nein, ich kann nicht sagen, woran ich glaube oder worauf ich hoffe: Die Geschichte ist ohne das Dämonische nicht zu begreifen. Doch wenn es das Dämonische gibt, könnte das uns auf den Gedanken bringen, daß auch das Göttliche, daß Gott tatsächlich existiert. Dieser Gott ist es, an den ich glauben möchte. Von den Menschen kann man nichts mehr erwarten. Der Mensch, auf sich gestellt, geht zweifellos seinem Verderben entgegen. Das ist es, woran ich glaube und was ich befürchte“ (Ende des Zitats).

Die Rockmusik, die Evolutionstheorie, der Marxismus und manches andere, sind ohne das Dämonische nicht zu begreifen. Dies gilt auch für den Nationalsozialismus. Die Bücher, die durch ihre Rassenlehre Hitler den Weg bereiteten („Die Sünde wider das Blut“, „Die Sünde wider den Geist“, wo die rassische Vermischung angeprangert wurde) wurden von Arthur Dinter herausgegeben. Arthur Dinter aber war der Leiter des deutschen Spiritistenverbandes. Der Geist, der sich in seiner Loge vorstellte, nannte sich Segensbringer (angeblich für das deutsche Volk) und es war dieser Geist, den Hitler „Gott“ oder „die Vorsehung“ genannt hat.

André Frossard ist französischer Journalist und Schriftsteller und behandelte die Frage, wie die Welt aussehen müßte, wenn es einen Teufel gäbe und das beunruhigende Wort der Schrift zuträfe, daß dieser Diabolos der Fürst der Welt ist. Er kommt zu dem Ergebnis, daß diese Welt genauso aussehen müßte, wie wir es rings um uns erblicken. Würde unsere Welt vom Teufel regiert, könnte sie gar nicht schlimmer sein, als sie ist. André Frossard ist kaum als voreingenommen (vom christlichen Standpunkt) zu bezeichnen, ist er doch Sohn des ehemaligen Generalsekretärs der Kommunistischen Partei Frankreichs. Er war in jungen Jahren selber Kommunist.

»Die Geschichte ist ohne das Dämonische nicht zu begreifen.« Dieser Satz aus dem Munde eines Weltmenschen ist höchst bemerkenswert, spricht er doch eine grundlegende Wahrheit aus. Es ist der Versuch dieser Abhandlung aufzuzeigen, wie hinter vordergründigen Ereignissen manchmal ganz andere Zusammenhänge laufen.

7. Gibt es einen Ausweg?

Gibt es überhaupt noch einen Ausweg oder eine Möglichkeit der Errettung? Dieser Mann, Eugène lonesco, sehnt sich nach der Hilfe Gottes und sucht sie. Was mußte man zur Zeit Noahs tun, um gerettet zu werden? Man mußte der Predigt von Noah glauben, daß das Gericht Gottes unmittelbar bevorstand, obwohl keine Spur von Wasser zu sehen war. Wie wir von der Bibel her wissen, hat ihn niemand, außer seiner Familie, ernst genommen.

Auch heute kann man eine zunehmende Verblendung und Verhärtung der Menschen feststellen. Obwohl die Zeichen der Zeit auf Sturm stehen, herrscht sehr oft eine erschreckende Ahnungslosigkeit. Wie der Herr Jesus sagt: „Denn wie sie waren in den Tagen vor der Sintflut... und sie achteten's nicht, bis die Sintflut kam und nahm sie alle dahin“ (Matth. 24, 38-39).

„Sie achteten es nicht.“ Wie sehr erfüllt sich doch dieses Wort vor unseren Augen. Ja, vieles erinnert an die Situation Lots, der seine zukünftigen Schwiegersöhne aus der gerichtsreifen Stadt Sodom herausretten möchte. Als er ihnen mitteilt: „Macht euch auf und geht aus diesem Ort, denn der Herr wird diese Stadt verderben“, lesen wir die ernüchternde Antwort: „Aber es wer ihnen lächerlich“ (l. Mose 19,14). Auch dies ist von großer Aktualität. Obwohl die Zeit unwahrscheinlich ausgereift ist, ist vielen der Gedanke an ein bevorstehendes Gericht lächerlich.

Doch wenn auch damals wie heute die Situation hoffnungslos schien und scheint, gab es die Arche. Man mußte, wie wir schon erwähnt haben, der Botschaft Noahs glauben. Doch war es nötig, daß sich dieser Glaube mit einer bewußten Handlung verband. Die Überzeugung, daß die Arche bewahrt, war zwar richtig, konnte aber niemanden retten, es sei denn, daß man durch die Tür dieser Arche hineinging. Man mußte seinen Rücken denen zuwenden, in deren Reihe man womöglich vorher noch gestanden und gespottet hatte.

Wir haben heute eine unsichtbare Rettungsarche in Jesus Christus. Der Herr Jesus sagt: „Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich eingeht, der wird gerettet werden“ (Joh. 10,9).

Wilhelm Busch, der gesegnete Jugendpfarrer, erwähnt in seinem Such „Jesus unser Schicksal“ die Tragödie von Stalingrad. Das, was zu Beginn wie ein großer militärischer Triumph aussah, entwickelte sich Ende 1942 mehr und mehr zu einer Katastrophe. Die 6. deutsche Armee wurde von sowjetischen Truppen eingeschlossen. Ein undurchdringlicher Ring legte sich um die Soldaten. Als die letzten Flugzeuge kamen und Nachschub brachten, um dann die Verwundeten mit hinauszunehmen, da war der Wunsch der Eingeschlossenen, wie Wilhelm Busch schreibt, dieser Einkesselung zu entkommen, so verzweifelt groß, daß Trauben von Menschen an den Fahrgestellen und Flügeln dieser Flugzeuge hingen. Doch wenn diese Flugzeuge hinter der Front ankamen, dann waren diese alle nicht mehr dabei. Es waren nur die gerettet, die im Flugzeug waren.

Im Rörnerbrief steht geschrieben: „So gibt es nun keine Verdammnis mehr für die, die in Jesus Christus sind“ (Römer 8,1). Manch einer ist, bildlich gesprochen, nahe bei der Arche, womöglich neben, auf oder unter dieser Arche. Er glaubt, daß sie allein retten kann. Doch er ist nie wirklich durch diese Tür hineingegangen, er hat nicht wirklich alle Brücken zu der gerichtsreifen Welt abgebrochen. Vielleicht wurde ein halber oder zögernder Schritt zur Tür gewagt. Doch ich fürchte, diese Menschen werden alle nicht dabei sein, und es werden nur die ankommen, die in der Arche sind. „So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesu sind.«

8. Der himmlische und der irdische Messias

Vielleicht beleuchtet ein Satz, mit dem diese Thematik zusammengebündelt und abgeschlossen werden soll, wie weitreichend die Konsequenzen solch einer Entscheidung sind. Es ist ein Bibelvers, dessen unerhörte Aktualität und prophetische Bedeutung man leicht überlesen kann. Er steht in Apostelgeschichte 3,14, wo Petrus zu seinem Volk, den Juden, sagt. „Ihr aber verleugnetet den Heiligen und Gerechten und batet daß man euch den Mörder schenkte.“ Israel hat den Mörder tatsächlich bekommen, und zwar in tausendfacher Gestalt: Durch die römischen Cäsaren, durch die mohammedanischen Kalifen, durch die katholische Inquisition bis hin zum Dritten Reich, wobei das schlimmste diesem Volk noch bevorsteht.

Die Juden sind eine Warnung für alle Völker (Hes. 5,15). Gott zeigt an ihnen, wie es buchstäblich lebensgefährlich ist, Jesus Christus abzulehnen.

Doch diese Wahl, Jesus oder Barabbas, ist nicht nur für die Juden entscheidend, sondern auch für uns von besonderer Aktualität geworden. Barabbas war wegen Mordes und Aufruhrs in der Stadt eingesperrt. Er versuchte den gewaltsamen, politischen Umsturz. Man würde heute Barabbas nicht mehr als Mörder bezeichnen, sondern man würde ihn Guerillero, Freiheitskämpfer oder Revolutionär nennen. Er ist der Prototyp des politischen Aufwieglers, Das ist genau die Weichenstellung, mit der wir heute konfrontiert sind. Wen wollt ihr, Jesus oder Barabbas, den himmlischen oder den politischen Messias, den göttlichen oder menschlichen Befreier'? Das Volk wollte Barabbas. Barabbas aber, so sagt die Bibel, war ein
Mörder.

Anläßlich der Ermordung Hanns-Martin Schleyers schrieb die Tageszeitung „Die Welt“ folgendes. „Die Szene war gespenstisch: Dreitausend römische Studenten, die sich auf dem Campus ihrer Universität zu einer antideutschen Kundgebung zusammengefunden hatten, brachen in tosenden Beifall aus, als die Nachricht von der Ermordung Hanns-Martin Schleyers bekanntgegeben wurde.“ Applaus für die Mörder. „Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten, Jesus Christus, verleugnet und batet, daß man euch den Mörder schenkte.“

Als Missionare in Thailand und Kambodscha umgebracht wurden, war kein Sterbenswörtchen davon in unseren Tageszeitungen zu lesen. Als Polizistenmörder im Spanien Francos hingerichtet wurden, ging ein Wehgeschrei durch unsere Weltpresse. "Ihr batet, daß man euch den Mörder schenkte.“

Als man einen Rotgardisten fragte, wer die Welt geschaffen hätte, gab er zur Antwort: „Mao und seine Gedanken.“ Laut Guinness „Das Buch der Rekorde“, Ausgabe 1967, ist Mao Tse Tung der größte Massenmörder der Geschichte. Er war und ist der Götze von Millionen, „Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und batet, daß man euch den Mörder schenkte.“

Man fragt sich heute, warum Anarchie, Terror, Brutalität usw. in unserer Gesellschaft so zunehmen. Der geistliche Grund ist ein anderer als man allgemein hört. In vielen Schulen lehrt man heute, daß Jesus Christus nicht der Sohn Gottes ist. Man wundert sich, warum Andreas Baader und Ulrike Meinhof und andere, die gemordet haben, so viele Sympathisanten, gerade auch unter den Studenten, besitzen. In einem sind sich diese Leute einig: Mit Jesus wollen sie nichts mehr zu tun haben. „Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und batet, daß man euch den Mörder schenkte.“

Von Stalin schrieb Milovan Djilas in seinem Buch „Gespräche mit Stalin“ folgendes: „Bei Stalin war jedes Verbrechen möglich, denn es gibt kein einziges, das er nicht begangen hätte. Mit weichem Maß wir ihn auch messen wollen, ihm wird jedenfalls - hoffen wir, für alle Zeiten - der Ruhm zufallen, der größte Verbrecher der Geschichte zu sein. Denn in ihm gesellte sich zur verbrecherischen Gefühllosigkeit eines Caligula die Raffinesse eines Borgia und die Brutalität eines Zaren vom Format Iwan des Schrecklichen.“ Im Aargauer Tagblatt vom 24. Februar 1978 stand folgendes: „Viel Applaus für den vor 25 Jahren verstorbenen Diktator Josef Stalin gab es in Moskau bei einer Rede des sowjetischen Verteidigungsministers Dimitri Ustinow: Als der Marschall in seiner Ansprache anläßlich des 60. Jahrestages der Gründung der sowjetischen Streitkräfte den Namen Stalins erwähnte, brach unter seinen Zuhörern anhaltender Beifall aus.“ „Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und batet, daß man euch den Mörder schenkte.“

Es ist kein Zufall, daß in diesem endzeitlichen Gefälle der Islam, der als die antichristlichste Religion gilt, immer mehr erstarkt. Über den Charakter des Gründers dieser Religion lesen wir: „Unglücklicherweise war sein treues Weib Chadidja kurz vor seiner Übersiedlung nach Medina gestorben. Sie war sein sittlicher Halt gewesen. Nun wurde er auf sexuellem Gebiet völlig haltlos. In seinen letzten zehn Lebensjahren heiratete er etwa 13 Weiber, und viele dieser Ehegeschichten sind geradezu ein Skandal. Dazu bewies Mohammed gegenüber besiegten Feinden oder gegenüber Männern und Frauen, die ihn persönlich gekränkt und beleidigt hatten, oft eine verletzende Rachgier, die auch vor dem Meuchelmord nicht zurückschreckte“ („Der Islam als Religion“, Prof. Julius Richter, Verlag von Quelle und Meyer, Leipzig 1927, S. 22).

Sein ältester Biograph, der arabische Moslem lbn Ishaq (gest. 768), also gewiß ein vorurteilsloser Zeuge, urteilt über Mohammeds Charakter äußerst abfällig: "Um sein Ziel zu erreichen, scheut er vor keinem Mittel und billigt die gleiche Skrupellosigkeit bei seinen Anhängern, wenn es seinen Zwecken dient. Er nützt die Ritterlichkeit der Mekkaner aufs äußerste aus, ohne ihnen mit gleichem zu dienen. Er veranlaßt Einzel- und Massenmorde... Jede Handlung deckt er mit der ausdrücklichen Autorität der Gottheit. Dabei gibt es keine Lehre, die er nicht bereit wäre preiszugeben, um einen politischen Zweck zu erreichen. In verschiedenen Augenblicken seiner Laufbahn gibt er selbst die Einheit Gottes und seinen Prophetenanspruch auf“ (Encyclopedia of Religions und Ethics VIII, 878).

Heute wenden sich immer mehr Menschen dem Islam zu. So gab es 1970 in Deutschland 3 Moscheen, heute sind es mehr als 2200 Moscheen bzw. moslemische Gebetshäuser. Jede Woche kommen drei weitere dazu. „Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und batet, daß man euch den Mörder schenkte.“

Als der Vietnam-Krieg tobte, wurde in europäischen Städten gerade von studentischer Seite beinahe pausenlos demonstriert. Es gab ja soviel Unrecht, mit dem sich unsere gerechtigkeitsliebenden Linken und aufgeklärten Geister nicht abfinden konnten. Inzwischen wurde Vietnam „befreit“. Das Land verwandelte sich in ein großes Konzentrationslager und vor unseren Augen spielte sich eine beispiellose Flüchtlingstragödie ab. Abertausende riskierten auf zerbrechlichen Booten eine ungewisse Flucht aus diesem kommunistischen Land. Noch nie in der Geschichte der Menschheit haben so viele Menschen eines Landes über das Meer zu entkommen versucht.

In der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) vom 12. Juni 1978 war unter der Überschrift „Aufruf vietnamesischer Häftlinge“ folgendes zu lesen: „49 von schätzungsweise 800 000 Gefangenen in Vietnam appellierten an das Internationale Rote Kreuz und die Weltöffentlichkeit, ihnen so schnell wie möglich Giftkapseln zu schicken, damit sie ‘ihrem Leiden und ihrer Erniedrigung’ ein Ende machen könnten. ‘Helft uns, schnell zu sterben’, flehen die Gefangenen.“ Man wird an die Devise „Lieber tot als rot“ erinnert.

Warum sieht man heute nicht Scharen von Demonstranten gegen diese frechen Unterdrücker der menschlichen Freiheit aufstehen? Warum wogen heute nicht (zurecht) empörte Menschenmassen durch unsere Straßen? Der wahre Grund ist ein ganz anderer, und dies ist auch die wahre Quelle des Terrorismus: „Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und batet, daß man euch den Mörder schenkte“.

Vor unseren Augen haben sich in Kambodscha apokalyptische Zustände abgespielt. Das Grauen und der Massenmord eskalierten ins Maßlose. Für die Kommunisten gilt buchstäblich: "Ihr sprecht: Wir haben mit dem Tod einen Bund geschlossen und mit dem Totenreich einen Vertrag gemacht... denn wir haben Lüge zu unserer Zuflucht und Trug zu unserem Schutz gemacht“ (Jes. 28,15). Trotzki schrieb seinerzeit in einem privaten Brief:  „Lenin ist der professionelle Ausbeuter der Dummheit und Unwissenheit seiner Parteigänger, der häßliche Streitereien anzettelt und die Revolutionäre dazu aufstachelt, einander anzugreifen. Durch seinen verbrecherischen und dummen Ehrgeiz bringt er sie auseinander und beherrscht sie dadurch. Das ganze Gebäude des Leninismus beruht auf Lügen und Verfälschungen “

„Obwohl die Kommunisten in Kambodscha Vergebung und Versöhnung gelobt hatten, machten sie sich augenblicklich daran, das Offizierskorps der Regierungstruppen und die Führungskräfte der Verwaltung zu liquidieren. Die Massaker waren in so großem Maßstab angelegt, und die Methoden ähnelten einander so verblüffend, daß kein Zweifel besteht - Angka Loeu hatte sie lange vor Kriegsende geplant... Sobald sich die Wolken von Schmutz und Staub verzogen hatten, bewarfen die Kommunisten die Gruppe schreiender Verwundeter mit Handgranaten. Immer noch schrien und bewegten sich einige der verstümmelten und blutenden Körper. Ein mit Pistolen bewaffneter Trupp ging durch das mit menschlichen Körpern bestückte Feld und verabreichte ‘Gnadenschüsse’. Mit Planiermaschinen zu drei großen Haufen zusammengeschoben, wurden die Leichen der Tropensonne zur Verwesung überlassen ... Nach der Entvölkerung der Städte, den ersten Massakern und mitten in der ersten Hungersnot flog einer der Angka-Loeu-Führer, leng Sary, in seiner Verkörperung als Außenminister, zu einer Sondersitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen. Bei seiner Landung in New York prahlte er: ‘Wir haben die Städte gesäubert.’ Und als er in den Vereinten Nationen auftrat, erhielt er von den Delegierten aus aller Welt stürmischen Applaus.“ (John Barron und Anthony Paul, „Das Massaker“, S. 117-119 und 315.)

Ähnlich wurde PLO-Chef Arafat, der noch dazu mit grünen Olivenzweigen als Symbole des Friedens auftrat, in der UNO mit schallendem Applaus bedacht. „Ihr habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und batet, daß man euch den Mörder schenkte.“

Wenn es wirklich jemals einen Grund gegeben hätte, aufzustehen und zu demonstrieren, dann wegen des schreienden Unrechtes und der gnadenlosen Zerstörung aller Menschenrechte und Menschenwürden in diesem Land Kambodscha. Doch auf Seite 315 des erwähnten Buches steht noch: „Ansonsten ist die Welt weithin fast so stumm geblieben wie die geisterhaften, vermodernden Überreste der zurückgelassenen kambodschanischen Städte. Auf den Universitätsgeländen der Welt protestieren keine aufgebrachten Studenten. Niemand demonstriert auf der Pennsylvania Avenue, den Champs-Elysées oder auf dem Trafalgar Square, um darauf aufmerksam zu machen, was der Friede Kambodscha gebracht hat. Kein Aufschrei der Entrüstung im amerikanischen Kongreß gegen die ‘Korruption’ im neuen Kambodscha!“

Warum sieht man heute nicht unsere Marxisten, Linkssozialisten, Leninisten, Trotzkisten und andere „Heilsbringer“, denen alle Unterdrückung und Versklavung der Menschen angeblich so zu Herzen geht wegen der Tragödie dieses Landes demonstrieren? Der wahre Grund ist erstaunlich einfach: „Ihr habt den Teufel zum Vater und nach eures Vaters Gelüste wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang an und hat nicht bestanden in der Wahrheit.“ Unsere linken Systemveränderer haben sich tatsächlich durch die Ereignisse der letzten Jahre als die schlimmsten Heuchler der Geschichte herausgestellt.

Man schätzt, daß in unseren Tagen jährlich zwischen dreißig und sechzig Millionen Menschen durch die Abtreibung getötet werden. Entweder wird das ungeborene Leben abgesaugt, zerschnitten oder verätzt. Wie man es auch durchführt, der Embryo nimmt genau wahr, was geschieht. Im Falle der Abtreibung durch Verätzung mit Salzlösung strampelt er vor seinem Ende stundenlang. „Ihr habt den Heiligen und Gerechten verleugnet (die christlichen Grundsätze über Bord geworfen) und batet (wähltet), daß man euch den Mörder schenkte.“

Die Ökumene mit Sitz in Genf finanzierte kommunistische Terrororganisationen im südlichen Afrika. Den Löwenanteil der Gelder dieses Antirassismusprogramms erhielt die SWAPO. Überläufer dieser Bewegung haben zugegeben, daß es sich hier um nichts anderes als um Mörder handelt.

Ist es ein so ausgeprägtes Gerechtigkeitsbedürfnis, daß die ökumenischen Theologen sich zu dieser Unterstützung veranlaßt sehen? Der wahre Grund ist auf völlig anderer Ebene: „Ihr aber habt (auf Grund der Bibelkritik) den Heiligen und Gerechten verleugnet und batet (finanziertet), daß man euch den Mörder schenkte.“ Jesus ist das Heilsangebot Gottes, Barabbas das Heilsangebot Satans. Ersterer ging über seine eigene  Leiche, der andere geht über viele Leichen. .

Diese Entwicklung vorn Heiland zum Henker bahnt sich auch durch die PLO (Palestinian Liberation Organisation) an. So sehr wir das palästinensische Volk verstehen, ist für mich die PLO eine bunte Ansammlung von Terroristen, die vor Mord nicht zurückschrecken und auch über Kinderleichen gehen. Vor unseren Augen aber wird die PLO immer mehr salonfähig. und staatlich anerkannt. Auch hier erfüllt sich der tragische Satz: „Ihr habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und batet, daß man euch den Mörder schenkte.“

Wer Jesus ablehnt, verwechselt den Heiland mit dem Henker. Das Evangelium von Jesus Christus ist kein Alternativ- oder Kompromißvorschlag, sondern ein Ultimatum. Es geht um Leben oder Tod, Segen oder Fluch, Errettung oder Verdammnis. Es gibt keine neutrale Zone, keinen goldenen Mittelweg, und wer sich nicht für Jesus entschieden hat, hat sich bereits gegen ihn entschieden. Der Herr Jesus sagt: „Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut „ (Luk. 11,23).

Spätestens, wenn ein ungeretteter Mensch diese sichtbare Welt verlassen hat, d. h. gestorben ist, wird er zur Kenntnis nehmen müssen, daß er eine Beute des Menschenmörders von Anfang an, des Teufels, geworden ist, sich tatsächlich für seinen Henker entschieden hat. Mose sagt: „Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, damit du das Leben erwählst“ (5. Mose 30,19). Der Herr Jesus selbst nennt sich das Leben. Mit anderen Worten heißt dies: „Entscheidet Euch für Jesus Christus.“ Möge Gott es schenken, daß alle das ewige Leben erwählen und keiner, der dies liest einmal auf der Seite seines Henkers zu einem schrecklichen Erwachen kommt.

Quellenangabe:

1 „Das Testament des Bösen“, Horst Knaut, Seewald-Verlag, S. 132-143

2  „Popmusik und christliche Lebenshaltung“, Walter Kohli, Verlag Haus der Bibel, 1.   Auflage, S. 15

3  „Das okkulte ABC“, Kurt Koch, S. 278

4  „Kommt das Zeitalter des Wassermanns?“,  Krieg dem Rauschgift, Aug. 1980, S. 47

5  Siehe auch: „Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen“, Nr. 83, IX/81, S. 13- 17

6 „Kirche am Ende des 20. Jahrhunderts“, Francis Schaeffer, Verlag Haus der Bibel, S. 22-23

7 „Kommt das Zeitalter des Wassermanns?“, August 1980, Krieg dem Rauschgift, S. 43

8 „Die Bedeutung des Kommunismus“, Millers, Roberts und Shulman, Silver, Burdett & Co. Publ. House, 1963

9   „Evolution of Thanatology“, Mark Albrecht, Brooks Alexander, Spiritual Counterfeit Projects, deutsche Wiedergabe „Factum“, Erstausgabe 1979

10 „The Conversion of Kübler-Ross“, Time, 12. Nov. 1979, S. 55

11 „Das Privatleben von Josef Stalin“, J. Fishman und J. Hutton, Heyne-Verlag, S. 51-52

Vorwort zur neuen Auflage (April 2000).

Diese Schrift wurde das erste Mal im Jahre 1980 verfaßt. Das wir uns in einer schnellebigen Zeit befinden, hat sich allmählich herumgesprochen. So hat sich vor allem die Musikszene ebenso dramatisch wie rasant verändert. Was vor wenigen Jahren noch ein Idol war, ist bei der jüngeren Generation bald wieder vergessen und völlige neue Stars tauchen am Künstlerhimmel auf. Man möge dies besonders bei dem Abschnitt zur Musikszene berücksichtigen, um nicht zu sagen entschuldigen. In gewisser Hinsicht ist er „Schnee von gestern“. Auch der Ruhm einer Kübler-Ross ist einigermaßen verblaßt

Doch es wurden Weichen gestellt, die heute immer offensichtlicher ausreifen. Wurde früher versucht die Droge zu verheimlichen, so wird heute immer lauter das Recht auf Droge, besonders Haschisch, eingefordert, buchstäblich eingeklagt. Was sich früher verborgen halten mußte, dringt immer ungehemmter an die Oberfläche. Worüber man sich früher noch schämte, z.B. Homosexualität und Pädophilie öffentlich zu praktizieren, ist angeblich immer mehr enttabuisiert worden. Paraden, wo man stolz „Gay Pride“ zur Schau stellt, spielen sich vor unseren Augen ab. Sogar der „Spiegel“ prangerte als Leitartikel in seiner Ausgabe vom 13. Januar 1993 „Die schamlose Gesellschaft“ an und sprach unverhüllt von einem „Volk im Schweinestall. Der Satanismus, früher noch als Marotte oder als nicht ernst zu nehmen abgetan, blüht und wird ebenfalls immer offener zur Schau getragen oder propagiert. Besonders aggressiv sind diese Gruppen im Internet.“.

Insofern ist von dieser Weichenstellung her auch diese inzwischen streckenweise veraltete Bestandsaufnahme von besonderer fast zunehmender Relevanz. Man denke nur an die 68er Generation. Damals noch Bürgerschreck, inzwischen wird es überhaupt nicht mehr verheimlicht, wie sie den langen Marsch durch die Institutionen mehr oder weniger erfolgreich abgeschlossen haben. Berühmtestes Beispiel sind Bill und Hillary Clinton. Welche moralische Folgen dieser „lange Marsch“ haben wird und schon hat, beginnt sich immer deutlicher abzuzeichnen. Arafat, damals noch Chef-Terrorist in den 70er Jahren, ist inzwischen Nobelpreisträger und gefeierter Staatsmann. So gesehen haben diese Darlegungen (leider) nichts von ihrer  besonderen Aktualität verloren.

Tags: