Besuch bei den Darbysten

Besuch bei den Darbysten

Bei den Darbysten gab es das Vorhaben, eine Evangelisation durchzuführen. Zuerst war ich darüber neutral guter Laune. Aber schon beim ersten Treffen über das Wie und das Was würde ich behaupten, daß der Heilige Geist nicht wirklich zugegen war. Es war eher eine Art des menschlichen Managements. Gestört hat mich auch gleich die "Zielgruppe". "Bekehren" (?) durfen/sollten sich nur Leute eines mittleren Alters. Von da an hielt ich mich eher heraus und wartete der Dinge die kommen mögen. Das Warten hielt nicht lange an und auch die Jugend der Gemeinde  - jung - dynamisch - ungeistlich - war auch sofort dabei einen Jugendgottesdienst zu machen. Dieser sollte im Rahmen der Evangelisation stattfinden. Ich kannte ja die Jugend - hatte schon meine Bedenken - aber so schlimm wird es hoffentlich nicht werden, wie die real geistliche Lage eigentlich war.

Aber es wurde dann doch schlimmer als diverse Phantasien im Stande sein können, Ungeistliches sich zu ersinnen. Es wurde eine A6-formatige Einladung entworfen. Auf dieser Einladung war eine halbnackte Bikini-Frau zu sehen, die man als Köder genommen hatte. Zwar war dieses Bild des unzüchtigen Fräuleins mit Computer-Grafik ein wenig ausgeblendet - aber trotzdem "gut" sichtbar. Dann habe ich auch erfahren, daß der extern beauftragte "Evangelist" (Markus Wäsch, CV Dillenburg [4]) und ein Ältester der Gemeinde diesem auch noch zugestimmt hatten.
Nun war eigentlich klar für mich, daß ein heiliger Gott, sein lieber heiliger und vollkommener Sohn Jesus Christus und sein guter Heiliger Geist sich nie dazu stellen können - dazu kein Segen erteilen können.

 

Die sogenannte "Evangelisation" dauerte eine knappe Woche. Die letzte Veranstaltung war am Sonntag. Ich selbst war nur am Sonntag zugegen. Es wurde von einem Chor ein eher beschwingliches Lied gesungen. Dann stand plötzlich die Frau eines Mitarbeiters der Gemeinde auf und fing an zu tanzen. In den letzten drei Jahren war diese Frau eigentlich nie "aufgefallen", es war aber bekannt, daß sie wohl seelische Probleme hatte - ich will diese Frau überhaupt nicht verurteilen. Jedenfalls tanzte sie ein wenig zur Musik und bewegte sich dann schnell auf ein offenes Fenster zu. Da ich nur ca 3 Meter entfernt gesessen hatte, würde ich schon behaupten, daß sie aus dem Fenster springen wollte - das ist nun keine Übertreibung - war wirklich so! Ein anderes Mitglied der Gemeinde hat sie aber davon abgehalten.
Interessant war auch die Reaktion der üblichen Gemeinde-Beiwohner - eigentlich gar keine. Man hat es völlig ignoriert - Hauptsache die Show geht weiter. Eine vom Chor hatte geweint gehabt. Nun - für mich war das das öffentliche Bekenntnis Gottes gegen diese Gemeinde.

Ein "Ältester" meine auch noch, daß der Calvinismus nicht so tragisch wäre und man von einer wirklichen Irrtumslosigkeit der Bibel nicht sprechen könnte. Man sah auch in dieser Sekte die üblichen Macht-Strukturen diverser Familien-Clans.  Die Kinder dieser Sekte waren genauso verlottert wie deren Vorbilder. Warum diese sich überhaupt noch als Gemeinde sehen und nicht besser Kaninchen züchten, weiß ich auch nicht. Jedenfalls war es ein echt ekelhafte Sekte mit ihren beschränkten Studenten in den Sekten-Schlüsselpositionen. Auch die Leute waren geistlich wirklich abstoßend. Noch heute wird mir schlecht, wenn ich an diese "Menschen" dort denken muß. Dem Herrn Jesus geht es wohl ähnlich. Lau eben: Offb 3,16.
Geistlich ist diese Gemeinschaft effektiv tot, fleischlich aber lebt da alles, was man sich nicht vorstellen mag. Man höre sich da auch nur die Gebetsabende an - wahrscheinlich dauert es nicht mehr lange und sie können sogar noch Gebete heucheln. Im Grund es es nur Proselytenmacherei: Der Welt nach den Ohren schwätzen und Grabeslieder singen.
Im verweltlichten Jugendkreis werden die typischen pseudo-charismatischen Verführungslieder gesungen und die Jugendleiter sind schwarmgeistig umnachtet, für deren Dienste werden auch nur die verweltlichsten DienerInnen, wie auch immer, ausgewählt. Einmal wurde sogar noch Rick Warren im Jugendkreis durchgenommen. Verantwortlich dafür war der Sohn des Ober-"Ältesten". Bei meinem letzten Betreten deren Gemeindehauses, ging - als ich gerade die Treppe hochgegangen war - die Tür auf und in deren Jungschar wurde dann per Beamer ein weltlicher Zeichentrickfilm gezeigt.
Schaut man sich die Kinder der "christlichen" Eltern an, also schon größere Kinder ab ca. 13 Jahren, da weiß man schnell, wie es im die Eltern bestellt ist. Eine Gemeinde wollen sie leiten aber können nicht mal die eigenen Kinder halbwegs normal erziehen.

Sollte man auch nur noch einen Funken Heiligkeit in sich haben, ist es da nicht auszuhalten. Man muß mindestens genauso geistlich tot wie jene sein, um das alles nicht bemerken zu können.

 

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