Besuch bei Die Taube Heidelberg e.V.

Besuch: Die Taube Heidelberg e.V.

Zu meiner Entlastung muß ich sagen, daß mein Besuch (nur ca. 3 Monate lang) bereits ca. 1996 in dieser pseudo-charismatischen Sekte stattgefunden hatte. Besser wäre auch hier der Name: Die Tauben im Sinn der nichtfliegenden Tauben.

Der Kontakt kam über die "Mennoniten Sinsheim e.V." zustande. Die sogenannten Mennoniten (die mit Menno Simons nichts gemein haben) waren damals stark im Abfall begriffen. Obwohl ich damals sehr naiv war, konnte ich schon bemerken, daß diese Sekte ebenfalls kippte. Der Götze des neuen Gemeindehauses der Mennoniten war nur noch der Schlußstrich. Ein eigentlich guter Jugendprediger hat sich dann auch von dieser Sekte getrennt. Übrig geblieben ist dann ein Haufen Jugendgottesdienstsüchtiger und weltverliebter Körperschwinger. Auch der Schwätzer der Jesus Freaks Martin Dreyer war bei deren Jugend-Götzendienst zu Gast.

Also der Link zu den Tauben kam über die Tauben der Mennoniten zustande. Ursächlich war die Jagd nach spirituellen/charismatischen Liedern. Und man hörte, daß die Tauben da wohl einige "gute Lieder" hätten um massen-hypnotische Zustände hervorrufen zu können oder wie man es nannte "gut anbeten zu können".

Wie gesagt war ich da nur 3 Monate - was im Grund für das ganze Leben ausreicht. Wie manche es länger in solchen Sekten aushalten, kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt oft Aussteiger aus diesen Sekten die davor warnen; jene  wiederum werden dann oft Mitglied in anderen Sekte wie z.B. der Darbysten oder Calvinisten. Sie fallen scheinbar vom gerühmten Pferd immer links oder recht herunter.

Was es in 3 Monaten zu hören uns sehen gab:

Was es nicht gab, war echte Liebe - sie wie üblich bei jenen, die sich Christen nennen.

Zum einen wälzten sich erwachsene Männer auf dem Boden herum und lachten recht gräßlich und das lange. Aber auch Frauen lagen herum und lachten wie blöd.

Die Frauen stöhnten lüstern obszön in der sog. Anbetungszeit.

Der Guru namens Pierrot Fey schmiß eigentlich die ganze Show. Weil er war der "Gesalbte" und seinen falschen Jesus mußte er verkaufen. Ich denke er war nicht nur ein 0815-Betrüger wie in solchen Sekten üblich, sondern hatte (nennen wir es) hellseherische Fähigkeiten in Bezug zur Bestimmung, wer welche Krankheiten u.s.w. hatte. Tricks mit Mikro im Ohr etc. waren nicht. Das wird natürlich der 0816-Atheist nicht glauben, aber der Glaube der Atheisten ist auch nur eine vergängliche Mode. Also dieser Mann ist wirklich gefährlich und er "heilt" (jedenfalls für den Augenblick) eher mit dämonischen Kräften als mit Hypnose und Suggestion - ggf. auch durch eine Mischung von allem.

Ein Vorzeige-Ex-Drogensüchtiger "gab Zeugnis" wie er von Drogen frei gekommen wäre - dabei war es für ihn ganz normal Zigaretten zu rauchen. Wäre man bei den Calvinisten - ok (Spurgeon war auch ein drogensüchtiger Raucher). Aber bitte, unter dem Titel Ex-Drogensüchtiger stelle ich mir Niemanden vor, der noch süchtig nach Zigaretten ist. Den Zigaretten waren nicht nur Ex-Drogensüchtige zugetan sondern recht viel der Sekte und auch viele derer "Ältesten". Also wenn schon Propaganda liebe Leut´ dann muß das doch halbwegs stimmig sein. Da wurde sogar ich damaliger Naivling stutzig.

Und in der Form "Gott sprach zu mir", "Der Herr hat ... gesprochen" gab's dann auch direkte Botschaften - von woher auch immer. Dann habe diese Leute oft sog. "Bilder" - also sie sehen z.B. ein Brot, was auf die Butterseite gefallen ist und meinen dann, das wäre von Gott und leiten dann große geistliche Wahrheiten ab. Das war meist nur peinlich.

Wenn der Guru dann durch die Reihen ging, fielen auch oft viele bewußtlos nach hinten um und fingen dann entweder an herumzuzappeln oder blöd zu lachen.

Und von der Erweckung die kommen sollte sprach der Guru die halbe Zeit lang. Erweckung hier, Erweckung da. Also wenn sich diese dämonischen Geister noch mehr erwecken lassen, dann gute Nacht.

Aus heutiger Sicht eher ein 0815-pseudo-charismatische Sekte wie es sie überall gibt. Von diesen Geistern bin ich durch Gottes Gnade aber nicht infiziert worden.

 

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